Essen ist Luxus

Mehr Menschen, aber weniger Ackerland, Wasser und fossile Energieträger: Die Herausforderungen für die künftige Ernährung der Weltbevölkerung sind gross. Doch sie könnten gelöst werden.

Mehr Menschen, aber weniger Ackerland, Wasser und fossile Energieträger: Die Herausforderungen für die künftige Ernährung der Weltbevölkerung sind gross. Doch sie könnten gelöst werden.

Die Weltbevölkerung wächst, die Erde wächst nicht mit. Dabei sind schon heute 880 Millionen Menschen weltweit unterernährt. Starke Preisschwankungen bei Lebensmitteln, die als Folge des Klimawandels, der Spekulation mit Lebensmitteln oder Landgrabbing auftreten, werden vermutlich auch in Zukunft dafür sorgen, dass Essen für die Ärmsten dieser Welt oft ein unerschwinglicher Luxus bleibt. Dabei sind die meisten Hungernden Bauern, die selbst Nahrungsmittel produzieren, aber nicht genug damit verdienen, um davon leben zu können.

Mangel an Nahrung entsteht in Welt voller Überfluss

Dabei ist Hunger das grösste lösbare Problem der Welt: Denn es hat genug Nahrung für Alle. Zumindest theoretisch. Denn in Wirklichkeit sind die Lebensmittel nicht gleichmässig verteilt: In reichen Ländern landet ein Grossteil der Ackerfrüchte im Futtertrog der Nutztiere oder im Tank von Agrotreibstoff-Fahrzeugen. Und alles, was den Ansprüchen der Konsumenten oder des Handels nicht genügt, landet im Müll.

In armen Ländern geht ein Grossteil der Ernte dagegen zwischen Acker und Teller verloren, oder die Nahrung verdirbt, weil die Möglichkeiten zum Lagern fehlen oder der Markt zu weit entfernt ist. Der Mangel an Nahrung entsteht in einer Welt voller Überfluss, 500 Millionen Menschen weltweit gelten als fettleibig. Sie essen mehr, als sie für ein gesundes Leben brauchen.

Strategien gegen den Hunger

Lösungsansätze gibt es einige. Die meisten Regierungen armer Länder wissen in aller Regel genau, wie der Hunger zu besiegen wäre. Doch es fehlt am politischen Willen, mitunter auch an Fachwissen, häufig auch an sinnvollen Strategien. Die internationale Handelspolitik könnte z.B. ganz wesentlich dazu beitragen, dass die Ernährungssysteme der Zukunft nachhaltiger werden. Doch von einer Internalisierung externer Effekte im Produktpreis wollen die wenigsten Händler etwas wissen.

Hunger und Unterernährung sind in erster Linie eine Folge von Armut und Ausbeutung. In der Schweiz muss niemand hungern. Die Schweiz ist reich, sie kann jederzeit beliebig viele Lebensmittel kaufen. Dabei könnte sich die Schweiz eigentlich selbst ernähren – genauso theoretisch wie man den Welthunger besiegen könnte

Das Wetter heute in

Lesershop

Hier gehts zum Lesershop

Umfrage

Blauzunge: Impft Ihr Eure Tiere?

45.5 % Ja
42.6 % Nein
11.9 % Weiss noch nicht

Teilnehmer insgesamt 554

Zur aktuellen Umfrage

Bekanntschaften

Suchen Sie Kollegen und Kolleginnen für Freizeit und Hobbies? Oder eine Lebenspartnerin oder einen Lebenspartner?