Expo 2027 in Nordwestschweiz?

In der Nordwestschweiz soll im Jahr 2027 eine Landesausstellung stattfinden, die sich mit der Arbeitswelt auseinandersetzt. Dieser Idee will eine Aargauer Gruppe aus Politikern und Wirtschaftsvertretern zum Durchbruch verhelfen. Zunächst fliessen keine öffentlichen Gelder.

In der Nordwestschweiz soll im Jahr 2027 eine Landesausstellung stattfinden, die sich mit der Arbeitswelt auseinandersetzt. Dieser Idee will eine Aargauer Gruppe aus Politikern und Wirtschaftsvertretern zum Durchbruch verhelfen. Zunächst fliessen keine öffentlichen Gelder.

Nach dem Scheitern der Pläne für eine Expo in der Ostschweiz biete sich «eine grosse Chance für den Kanton Aargau und die Nordwestschweiz», teilte der Verein Svizra27 am Freitag vor den Medien in Brugg AG mit.

Politiker und Gewerbe

Hinter dem Verein stehen Aargauer Politikerinnen und Politiker sowie die Präsidenten des Gewerbeverbands und der Handelskammer. Aushängeschilder sind SP-Ständerätin Pascale Bruderer, SVP-Nationalrätin Sylvia Flückiger, FDP-Nationalrat Thierry Burkart und CVP-Grossrätin Marianne Binder.

Die Landeausstellung Svizra27 soll gemäss den Promotoren unter dem Motto «Mensch - Arbeit - Zusammenhalt» stehen und den Besuchenden eine Auseinandersetzung mit dem Berufs- und Geschäftsalltag ermöglichen. Das landesweite Zusammengehörigkeitsgefühl solle gestärkt werden.

Bevölkerung motivieren

Der Verein will die Grundlagen für das Bewerbungsverfahren ausarbeiten. Zunächst wollen die Exponenten Gespräche führen mit den Nordwestschweizer Kantonen Solothurn und den beiden Basel. Der Verein versucht zugleich, die aargauische Bevölkerung zu motivieren, sich an der Diskussion zu beteiligen.

Der Trägerverein, der die Aargauer Wirtschaft vertritt, übernimmt die Startfinanzierung für das Ausarbeiten der Grundlagen. Wenn diese Papiere vorliegen, will der Verein weitere Organisationen aus Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Kantone und den Bund mit ins Boot nehmen.

Geplatzte Träume in der Ostschweiz

In der Ostschweiz wurden im vergangenen Juni die Expo-Träume zu Grabe getragen. Die Stimmberechtigten der Kantone St. Gallen und Thurgau lehnten die Planungskredite von fünf beziehungsweise drei Millionen Franken ab. Im November lancierten die zehn grössten Städte die Idee einer gemeinsamen Landeausstellung. Die Expo solle erstmals das ganze Land überspannen, hiess es.

Die letzte Landeausstellung, die Expo.02, ging vor 15 Jahren an den Standorten Biel, Neuenburg, Yverdon-les-Bains und Murten im Dreiseenland über die Bühne.

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