
Jean-Daniel Heiniger ist neuer Verwaltungsratspräsidenten der Fenaco.
Fenaco
Rund 300 Delegierte und Gäste trafen sich am 24. Juni 2026 im Kursaal Bern zur 33. ordentlichen Delegiertenversammlung der Fenaco.
Seit 2018 Vizepräsident
Wichtigstes Traktandum war die Wahl des Verwaltungsratspräsidenten. Im April 2025 prüfte der Verwaltungsrat mehrere Kandidaten als Nachfolger von Pierre-André Geiser. Entschieden hat er sich für Jean-Daniel Heiniger als Einerticket. Nun folgte die Wahl durch die Delegierten.
-> Fenaco: Er soll neuer Präsident werden
Heiniger kennt die Prozesse im Führungsgremium der Fenaco bestens. Seit 2010 ist er Mitglied des Regionalausschusses Westschweiz. 2016 wurde er in den Verwaltungsrat gewählt, seit 2018 ist er Vizepräsident. Im Obstbau ist der Waadtländer international vernetzt. «Mit seiner Erfahrung in der strategischen Führung und seiner Nähe zur landwirtschaftlichen Praxis bringt er alle Voraussetzungen für die neue Aufgabe mit», schreibt der Agrarkonzern in einer Mitteilung.
60-Hektaren-Betrieb
Jean-Daniel Heiniger dankte den Mitgliedern für ihr Vertrauen. Die Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft stehe vor vielfältigen Herausforderungen. «Hohe Ertragsschwankungen, ein volatiles Wirtschaftsumfeld, neue Konsumtrends – die Fenaco-Landi-Gruppe kann entscheidend dazu beitragen, dass wir gemeinsam Lösungen finden und die Chancen am Markt nutzen», sagte der neue Verwaltungsratspräsident.

Verwaltungsratspräsidium bei der Fenaco: Stabübergabe von Pierre-André Geiser (l.) an Jean-Daniel Heiniger
Fenaco
Jean-Daniel Heiniger bewirtschaftet in Eysins VD einen Landwirtschaftsbetrieb mit 60 Hektaren Nutzfläche. Der Betrieb ist auf Obst-, Reb- und Ackerbau spezialisiert. Der 51-Jährige führt eine ÖLN-Gemeinschaft mit einem Tierhaltungsbetrieb.
20 Jahre Ämter bei der Fenaco
Heiniger tritt die Nachfolge von Pierre-André Geiser an. Aufgrund der statutarisch festgelegten Amtszeitbeschränkung scheidet dieser im Juni 2026 aus dem Verwaltungsrat aus. Der Meisterlandwirt aus Tavannes BE ist seit 2006 Mitglied des Verwaltungsrats und stand diesem seit 2015 als Präsident vor. Zuvor vertrat er während neun Jahren die Region Mittelland im Verwaltungsrat. Insgesamt übte Geiser (65) während 20 Jahren verschiedene Ämter bei der Fenaco aus.
In seine Amtszeit fiel die Einführung der Erfolgsbeteiligung (2018), bei der Mitglied-Landwirte am Erfolg der Fenaco partizipieren. Unter der Führung des Berners erfolgte 2022 zudem eine umfassende Statutenrevision. Dabei wurden der Zweckauftrag und die Landi-Grundstrategie verankert. Gleichzeitig erhielten die geschäftstätigen Mitglied-Landis die Möglichkeit, zusätzliches Anteilscheinkapital an der Fenaco zu zeichnen.
Ersatzwahlen
Im dreiköpfigen Vizepräsidium kam es ebenfalls zu Veränderungen: Neu als Vizepräsident gewählt wurde Felix Püntener. Der Urner Landwirt folgt für die Region Zentralschweiz auf den langjährigen Vizepräsidenten Guido Keller. Dieser scheidet aufgrund der Amtszeitbeschränkung aus dem Gremium aus.
Beni Knecht, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Aare, bekleidet neu das Amt des Vizepräsidenten für die Region Mittelland. Peter Allemann wurde als Vizepräsident der Region Ostschweiz wiedergewählt.
Neue Gesichter im Verwaltungsrat
Neu in den Verwaltungsrat gewählt wurde für die Region Zentralschweiz Martin Fuhrimann, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Landi Sursee. Er tritt die Nachfolge von Hans Bellmont an. Ebenfalls für die Region Zentralschweiz gewählt wurde Marlis Krummenacher-Feer, Bäuerin und Präsidentin der Landi Buchrain.
Die Walliser Wirtschaftsprüferin Karin Perraudin-Bertholet stellte sich aufgrund einer neuen beruflichen Herausforderung nicht zur Wiederwahl. Dieser externe Sitz bleibt bis zur Delegiertenversammlung 2027 vakant.
«Mit den Neuwahlen bleibt der Verwaltungsrat der Fenaco fest in bäuerlicher Hand», schreibt die Fenaco. Elf der 17 Mitglieder bewirtschaften aktiv einen landwirtschaftlichen Betrieb.
Kommentare (1)