
Trotz der aufwendigen Bewässerung bleiben die Auswirkungen der extremen Wetterbedingungen laut VSGP nicht aus.
Priska Ketterer/AWEL Zürich
Die Schweizer Gemüsegärtnerinnen und Gemüsegärtner bewässern ihre Kulturen derzeit so intensiv wie selten zuvor, um die Versorgung der Bevölkerung mit frischem Schweizer Gemüse sicherzustellen. Laut einer Medienmitteilung des Verbands Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP) sind viele Betriebe tagtäglich im Einsatz, um ihre Felder mit Wasser zu versorgen und Ernteausfälle zu verhindern.
Dank moderner Bewässerungsanlagen könnten Totalausfälle vieler Kulturen zwar verhindert werden. Gleichzeitig führe der hohe Bewässerungsaufwand jedoch zu erheblichen Mehrkosten für Wasser, Energie, Infrastruktur und Arbeitszeit.
Tiefere Erträge und kleinere Kaliber
Trotz der aufwendigen Bewässerung bleiben die Auswirkungen der extremen Wetterbedingungen laut VSGP nicht aus. Über zahlreiche Gemüsearten hinweg seien rückläufige Erntemengen zu verzeichnen. Beim Gemüse, das derzeit wächst und im Herbst eingelagert wird, rechnet der Verband mit kleineren Kalibern und tieferen Erträgen.
Dadurch verschärfe sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe zusätzlich. Einerseits stiegen die Produktionskosten aufgrund der Hitze und Trockenheit massiv an, andererseits gingen Erträge und Qualität zurück.
Verband fordert Abgeltung der Mehrkosten
Der VSGP fordert deshalb, dass die ausserordentlichen Mehrkosten der Gemüseproduzenten entlang der Wertschöpfungskette berücksichtigt und am Markt abgegolten werden.
Nur so könne die Schweizer Gemüseproduktion auch künftig die Bevölkerung zuverlässig mit frischem, regionalem Gemüse versorgen, schreibt der Verband.
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