
Die wirtschaftliche Lage im Gemüsebau bleibt angespannt: Wachsende Anbauflächen, eingeschränkte Produktionsmittel und stagnierende Erträge führen zu steigenden Kosten.
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Die Schweizer Gemüseproduzentinnen und -produzenten wollen ihre Zukunft aktiv mitgestalten und fordern Anpassungen in der Agrarpolitik. Im Fokus stehen mehr unternehmerische Freiheit sowie eine spürbare Reduktion des administrativen Aufwands, heisst es in einer Mitteilung.
An der Delegiertenversammlung in Zürich betonte VSGP-Präsident Werner Salzmann die Bedeutung praxistauglicher Rahmenbedingungen. Eine Weiterentwicklung der Land- und Ernährungspolitik werde grundsätzlich unterstützt, müsse jedoch den realen Anforderungen der Betriebe entsprechen. Diese seien darauf angewiesen, flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren und effizient wirtschaften zu können.
Angespannte Lage
Die wirtschaftliche Lage im Gemüsebau bleibt angespannt: Wachsende Anbauflächen, eingeschränkte Produktionsmittel und stagnierende Erträge führen zu steigenden Kosten. Gleichzeitig sehen sich die Produzenten einem hohen Preisdruck ausgesetzt, der unter anderem durch Tiefpreisstrategien im Handel verstärkt wird.
Aus Sicht des Verbands müsse sich der Anspruch an nachhaltige Produktion auch im Marktpreis widerspiegeln.
Zustimmung zur Zusammenarbeit mit dem Bauernverband
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlung war die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Schweizer Bauernverband (SBV). Nachdem ein Antrag der Zürcher Feldgemüseproduzenten einen erneuten Beitritt gefordert hatte, wurde das Thema im vergangenen Jahr intensiv geprüft.
In den Gesprächen konnten sich beide Organisationen auf eine Lösung einigen, die insbesondere die Eigenständigkeit des VSGP in gemüsespezifischen Fragen sicherstellt. Die Delegierten stimmten schliesslich der Weiterverrechnung der Beiträge zu und ebneten damit den Weg für eine erneute Zusammenarbeit. Die nächsten Schritte sollen nun gemeinsam mit dem SBV eingeleitet werden.