Zwischen 2007 und 2018 hat das Medianeinkommen der Schweizer Haushalte um 7,9 Prozent zugenommen. Das zeigen laut «SonntagsZeitung» die neuesten Steuerdaten. Im Schnitt entspricht dies einem Zuwachs von 0,7 Prozent oder 355 Franken pro Jahr.
Da es in den untersuchten Jahren praktisch keine Inflation gegeben habe, sei das ein guter Zuwachs, sagte Martin Eichler, Chefökonom beim Wirtschaftsforschungs- und Beratungsinstitut BAK Economics. In vielen Ländern ging die Schere zwischen Arm und Reich in den letzten Jahren stark auf. In der Schweiz ist die Einkommensverteilung über die Zeit sehr stabil geblieben.
Mit dem Bank Cler Swiss Income Monitor wollen BAK Economics und Bank Cler aufzeigen, wie sich die Einkommen im Land und in den einzelnen Kantonen entwickeln. Das höchste Medianeinkommen hatte mit 67’800 Franken pro Haushalt der Kanton Zug. Ein durchschnittlicher Haushalt erzielt in Zug gut 60 Prozent mehr Einkommen als einer im Tessin. Das Mediankommen pro Haushalt liegt in der Schweiz bei 53’000 Franken.
Schlusslichter waren die Kantone Jura (45’600 Fr.), Tessin (44’500 Fr.) und Wallis (42’000 Fr.). Stark gestiegen sind die Einkommen besonders in Obwalden (53’300 Fr.) und in Uri (53’600 Fr.), vermutlich wegen Steuerreformen. Genf verzeichnete als einziger Kanton einen Rückgang des Medianeinkommens, und zwar um 5 Prozent auf 49’400 Fr. Möglicherweise sind Abwanderungen nach Frankreich der Grund.
