Coop, Manor und weitere Schweizer Detailhändler haben am Montag insgesamt sieben Produkte von Hilcona aus den Regalen genommen. Die Liechtensteiner Firma teilte mit, Rohwaren ihres deutschen Lieferanten Vossko enthielten möglicherweise Pferdefleisch. Die Fenaco-Tochter Suttero wurde entlastet.
Sie habe über das Wochenende bei Schweizer Labors systematische und umfassende Analysen aller angelieferten Rindfleisch-Rohwaren veranlasst, schrieb die Hilcona AG aus Schaan FL. Die Analysen hätten ergeben, dass der Lieferant Vossko aus Deutschland die falsch deklarierte Ware geliefert habe.
Sieben Produkte von Hilcona
Verschiedene Schweizer Detailhändler seien betroffen. Um welche es sich handelt, wurde im Communiqué nicht erwähnt. Das Unternehmen stellte auf Anfrage die entsprechenden Informationen in Aussicht.
Coop teilte am Montag von sich aus mit, in ihren Läden würden vorerst nicht mehr verkauft die Produkte «Fertiggericht Plan B hot chili», «Spaghetti alla Bolognese» «Sugo» und «Fertiggericht Hörnli mit Gehacktem». Bereits gekaufte Produkte können in allen Coop-Supermärkten zurückgegeben werden. Coop musste schon letzte Woche eine Fertiglasagne aus dem Verkehr ziehen, weil darin Anteile an Pferdefleisch festgestellt worden waren.
Verkauf bis auf weiteres gestoppt
Manor teilte am Montag der Nachrichtenagentur sda mit, bei ihr sei ein Hilcona-Produkt betroffen, «Gehacktes mit Hörnli». Es sei unverzüglich aus den Verkaufsregalen entfernt worden. Kunden könnten das Produkt zurück bringen; sie erhielten den Kaufpreis rückerstattet.
Kurz danach informierte Volg in einem Communiqué, in den Volg-Läden und in den TopShop-Tankstellenshops sei ebenfalls das Hilcona-Produkt «Gehacktes mit Hörnli» betroffen. Der Verkauf sei bis auf weiteres gestoppt worden; der Kaufpreis werde rückerstattet.
Laut Hilcona sind nun insgesamt sieben Produkte betroffen, die in der Schweiz von den Regalen geräumt werden: «Gehacktes mit Hörnli», «Foodservice Sauce Bolognese», «Combino Tortelloni Rindfleisch», «Fertiggericht Hörnli mit Gehacktem», «Spaghetti alla Bolognese», «Sugo» und «Fertiggericht Hot Chilli».
Suttero aus dem Schneider
Wie die Hilcona AG weiter festhielt, haben die durchgeführten DNA-Analysen zudem bestätigt, dass alle weiteren Rohwaren, unter anderem vom Schweizer Lieferanten Suttero in Gossau SG, reines Rindfleisch enthalten.
Der deutsche Fleischverarbeiter Vossko war im Zusammenhang mit dem Lebensmittelskandal bereits am Wochenende erwähnt worden: Hilcona hatte mitgeteilt, dass von diesem Lieferanten möglicherweise das Pferdefleisch stamme, das für Tortelloni aus dem Lidl-Sortiment verwendet worden sei. Nach Tests in Österreich hatte Lidl das Produkt am Freitag zurückgezogen.