Trotz relativ hoher Futterkosten haben die holländischen Viehhalter ihre Rinderbestände 2012 aufgestockt. Zum Stichtag am 1. Dezember hielten die niederländischen Bauern insgesamt rund 3,99 Millionen Rinder und 12,1 Millionen Schweine. Die Investitionsbereitschaft nimmt indes ab.
Wie aus den aktuellen Viehzählungsergebnissen des Haager Statistikamtes (CBS) hervorgeht, lebten somit 1,8% mehr Rinder als 2011 in Holland. Der Bestand an Milch- und Mutterkühen stieg um 2,5% auf 1,54 Millionen und erreichte somit den höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre. Ausserdem wurden 1,24 Millionen Mastrinder (+1,6%) gezählt.
Derweil blieb der Schweinebestand im selben Beobachtungszeitraum mit rund 12,1 Millionen Tieren annähernd konstant. Anfang Dezember 2011 waren gerade einmal 30'000 Tiere mehr gezählt worden. Eine relativ hohe Zuwachsrate von 4,2 % auf 1,87 Millionen Tiere wiesen die Statistiker allerdings für die Saugferkel aus registriert. Dagegen war die Anzahl der Jungschweine mit einem Gewicht von bis zu 50 kg mit 4,96 Millionen Tieren um 1,1% rückläufig. Für den Bestand an Mastschweinen mit einem Gewicht von 50 kg und mehr wurde ein Plus von 0,2 % auf 4,19 Millionen Tiere ermittelt. Aber nur die Gewichtsgruppe ab 110 kg legte mengenmässig zu, und zwar um 35% auf 513'000 Tiere.
Ausserdem wies das CBS 704'000 gedeckte Sauen und 162'000 säugende Sauen aus, was im Vergleich zum Vorjahr einem Minus von jeweils rund 1'000 Tieren entsprach. Die Anzahl der übrigen Zuchtschweine verringerte sich von 249'000 auf 222'000 Tiere.
Landwirte wollen weniger investieren
Die Investitionsbereitschaft der niederländischen Bauern nimmt ab und ist im gesamtwirtschaftlichen Vergleich unterdurchschnittlich. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die Haager Statistikbehörde (CBS) für das erste Quartal des laufenden Jahres durchgeführt hat. 36% der befragten Landwirte wollen 2013 weniger investieren als im Vorjahr (2012:: 28%). Damit lag der aktuelle Anteil der Pessimisten in dieser Berufsgruppe um 4 Prozentpunkte über dem Mittelwert aller Branchen.
Gleichzeitig nahm der Anteil der Optimisten, die mehr als im jeweiligen Vorjahr investieren wollten, um 6 Prozentpunkte auf 6 ab. Als Grund für ihre Vorsicht nannten die Landwirte vor allem das zunehmende Risiko, notwendige Kredite nicht bedienen zu können.