Kampagne gegen Land Grabbing in Entwicklungsländern

Die kirchlichen Hilfswerke setzen sich in ihrer diesjährigen ökumenischen Sammlung für Menschen ein, die von Landraub bedroht sind. Die Kampagne zeigt, dass auch die Lebensgewohnheiten in der Schweiz etwas mit dem Problem zu tun haben.

Die kirchlichen Hilfswerke setzen sich in ihrer diesjährigen ökumenischen Sammlung für Menschen ein, die von Landraub bedroht sind. Die Kampagne zeigt, dass auch die Lebensgewohnheiten in der Schweiz etwas mit dem Problem zu tun haben.

Das katholische Hilfswerk «Fastenopfer», das evangelische «Brot für alle» und das christkatholische «Partner sein» haben am Aschermittwoch ihre ökumenische Kampagne «Ohne Land kein Brot» lanciert, die bis Ostern dauert. Der Zugang zu Land sei das entscheidende Kriterium dafür, ob Menschen genügend zu essen hätten.

Ausländische Investoren würden in Entwicklungsländern der lokalen Bevölkerung immer mehr fruchtbaren Boden entziehen, um Mais, Soja und Zuckerrohr für die industrielle Produktion von Fleisch und Treibstoffen anzubauen, schreiben die Hilfswerke. Auch wenn es oft Verträge und Zahlungen gebe, handle es sich eigentlich um Landraub.

Die Folgen für die Betroffenen sind nach Angaben der Hilfswerke verheerend. Das «Land Grabbing» führe zu Vertreibung und zum Verlust der Lebensgrundlage, schreiben sie. Der lokalen Bevölkerung werde buchstäblich der Boden unter den Füssen weggezogen. Nur wenige Vertriebene würden Arbeit auf einer Plantage finden.

Weltweit sind nach Angaben von «Fastenopfer», «Brot für alle» und «Partner sein» 200 Millionen Hektaren Land vom Landraub bedroht. In ihrer Kampagne wollen die Hilfswerke unter anderem auf die Zusammenhänge zwischen dem Landraub und den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten in der Schweiz hinweisen.

Während der Kampagnenzeit gibt es verschiedene Aktionen. So verkaufen viele Bäckereien ein «Brot zum Teilen» mit einem Solidaritätsbeitrag. Am 9. März verkaufen Freiwillige 160'000 Max-Havelaar-Rosen. Dazu kommen Suppentage und Veranstaltungen in den Pfarreien und Kirchgemeinden.

www.oekumenischekampagne.ch

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