
Für die Land- und Forstwirtschaft werden in der Studie für die Jahre 2023 und 2024 direkte Schäden von jeweils 269 Millionen Euro (253 Millionen Franken) ausgewiesen.
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Der Klimawandel kommt Österreich bereits teuer zu stehen. Zwischen 2017 und 2024 verursachten klima- und wetterbedingte Ereignisse in dem Alpenland Ernteeinbussen und direkte Schäden an Vermögen in Höhe von durchschnittlich 1 Milliarde Euro (940 Millionen Franken) pro Jahr. Werden zusätzlich Verluste durch Todesfälle berücksichtigt, ergeben sich im Schnitt Kosten von jährlich 3,7 Milliarden Euro (3,48 Milliarden Franken).
Dies ist das Ergebnis einer umfassenden Auswertung der Studie Societal Cost of Inaction (COIN 2.0), die derzeit von einem interdisziplinären Team unter Leitung der Universität Graz durchgeführt wird. Für das Jahr 2024 wurde ein Gesamtschaden von rund 6,1 Milliarden Euro (5,73 Milliarden Franken) errechnet.
Schäden reichen weit über die Landwirtschaft hinaus
Diese sogenannten «Kosten des Nichthandelns» umfassen den Forschern zufolge direkte Schäden in der Land- und Forstwirtschaft, an Gebäuden und Infrastruktur sowie Verluste durch Todesfälle im Zusammenhang mit Hitze und anderen Extremwetterereignissen.
Noch nicht berücksichtigt sind neben den nicht erfassten direkten Schäden auch negative volkswirtschaftliche Folgeeffekte, beispielsweise durch Schneemangel im Wintertourismus oder hitzebedingte Produktivitätsverluste.
Landwirtschaft besonders betroffen
Nach Angaben der Wissenschaftler kam es in den vergangenen Jahren trotz zahlreicher Anpassungsmassnahmen zu einer Häufung besonders schadensintensiver Jahre. Der diesjährige Dürresommer sei somit kein einmaliger Ausreisser, sondern eine Fortsetzung des Trends.
Für die Land- und Forstwirtschaft werden in der Studie für die Jahre 2023 und 2024 direkte Schäden von jeweils 269 Millionen Euro (253 Millionen Franken) ausgewiesen. Besonders hoch war das Schadensniveau in den Jahren 2016 und 2018 mit 356 Millionen Euro (335 Millionen Franken) beziehungsweise 348 Millionen Euro (327 Millionen Franken). Für dieses Jahr hat die Österreichische Hagelversicherung die Schäden in der Landwirtschaft bereits auf rund 1 Milliarde Euro (940 Millionen Franken) beziffert.