Die Schweizer Wirtschaft wird nach der Prognose der ETH Zürich im nächsten Jahr um 1,2 Prozent wachsen. Die Konjunkturforscher des Instituts KOF gehen gar davon aus, dass der lange Zeit gebeutelte Export wieder einen Betrag zum Wachstum liefern wird.
Die Eurokrise dürfte sich laut der KOF-Winterprognose, die am Dienstag vorgestellt wurde, weniger belastend auf die Schweiz auswirken, als dies lange Zeit befüchtet worden ist. Die Befürchtung, der starke Franken werde zu mehr Arbeitslosen und fallenden Exporten führen, habe sich generell nicht bewahrheitet.
Nach dem Winterhalbjahr wird laut dem KOF auch die Weltwirtschaft wieder langsam zu Kräften kommen. Die lockere Geldpoltik in Europa und in den USA helfe dabei, hiess es. Auch die Einführung einer gemeinsamen Bankenaufsicht in der EU und Reformen in China bewerten die Ökonomen aus gutes Zeichen.
Die KOF-Forscher halten im wesentlichen an ihrer letzten Prognose vom September fest: Damals hatten sie für 2013 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,3 Prozent prognostiziert. Bei der Arbeitslosigkeit gehen sie davon aus, dass die Quote von 2,9 Prozent in diesen Jahr auf 3,2 Prozent im nächsten Jahr steigt.
Die KOF-Auguren erwarten zudem in etwa die gleichen Entwicklungen wie ihre Kollegen vom Staatsekretariat für Wirtschaft Seco. Die Konjunkturforscher des Volkswirtschaftsdepartements haben vergangene Woche eine Prognose mit einem BIP-Wachstum von 1,3 Prozent und 3,3 Prozent Arbeitlosigkeit vorgestellt.