In der Schweiz verursachen Kormorane weniger Schäden an Netzen und Verluste an Fischerträgen als bisher angenommen wurde.
Eine Studie des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) untersuchte mit Berufsfischern am Neuenburgersee die von Kormoranen verursachten Löcher in Netzen, die Schäden an Reusen sowie Verletzungen an gefangenen Fischen, wie das Bundesamt mitteilt. Dabei wurde festgestellt, dass der Gesamtschaden durch Kormorane zwischen 1,2 und 3,9 Prozent des Werts des Gesamtfanges beträgt. Das ist laut Bafu weniger als bisher angenommen wurde.
Allerdings gehen die Autoren der Studie davon aus, dass die Schäden aufgrund steigender Kormoran-Populationen zunehmen werden. Dem entgegenwirken könnten präventive Massnahmen wie die Änderung von Arbeitsabläufen und eine verbesserte Fischabfallentsorgung.
Die Erkenntnisse der Studie dienen der Umsetzung einer Motion, die eine Revision der Verordnung über Wasser- und Zugvogelreservate vorsieht und sind wissenschaftliche Grundlage zur Kormoran-Vollzugshilfe des Bundes.