Die Allianz der Konsumentenschutz-Organisationen will sich stärker für die Vermeidung von Lebensmittelabfällen einsetzen. Für das kommende Jahr plant sie eine Kampagne, um die Konsumenten auf das Problem aufmerksam zu machen.
«Es geht darum, nicht den Mahnfinger zu heben, sondern zu zeigen, wie man Abfälle vermeiden könnte», erklärte Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Schuldzuweisungen brächten nichts.
In diesem Jahr untersuchten die Konsumentenschützer die Mindesthaltbarkeitsdaten von Lebensmitteln. Bei den Tests sei die Hälfte der Produkte einen Monat nach dem Haltbarkeitsdatum noch problemlos essbar gewesen, sagte Mathieu Fleury, der Generalsekretär der Fédération romande des consommateurs, vor den Medien in Bern.
Laut Sara Stalder besteht das Problem darin, dass die Firmen die Haltbarkeit ihrer Produkte selbst festlegen können. «Viele Unternehmen setzen das Ablaufdatum absichtlich zu früh an, um ihre Absätze zu steigern», sagte Stalder. Sie fordert deshalb, dass die Mindesthaltbarkeitsdaten vom Bund bestimmt werden.