Markanter Anstieg der Fleischausfuhren - Wertschöpfung gering

Die Fleischexporte, vor allem von Schlachtnebenprodukten, haben massiv zugenommen. Die Wertschöpfung ist aber gering.

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Die Fleischexporte, vor allem von Schlachtnebenprodukten, haben massiv zugenommen. Die Wertschöpfung ist aber gering.

Die Schweizer Fleischexporte haben in den letzten elf Jahren massiv zugenommen: So betrug die ausgeführte Fleischmenge im Jahr 2000 noch 1932 Tonnen, 2011 war sie mit 26'585 Tonnen bereits 14-mal grösser, teilte am Dienstag die Eidg. Zollverwaltung mit.

Im Jahr 2000 wurden erst 1932 Tonnen Fleisch exportiert. Diese Zunahme entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 27 Prozent. Wertmässig betrugen die Fleischexporte im Jahr 2011 84,9 Mio. Franken, d.h. 61,7 Mio. Franken mehr als im Jahr 2000.

Grosse Menge, wenig Wert

Mengenmässig schlagen dabei vor allem geniessbare Schlachtnebenerzeugnisse von Schweinen mit 64 Prozent stark zu Buche. Darin enthalten sind Schweinsohren, -füsse und auch geniessbare Innereien wie Lungen und Herz. Frankenmässig macht diese Menge aber bloss 9,2 Prozent oder 7,8 Mio. Franken aus.

Viel wichtiger ist der Export von getrocknetem Rindfleisch. Hier stieg der Export von 969 auf 2'261 Tonnen. Das sind zwar nur 8,5 Prozent der Fleischexporte, wertmässig sind diese aber für 73,7 Prozent oder 62,6 Mio. Franken verantwortlich.

Wichtiger Markt Deutschland

Vier Fünftel dieses steilen Exportanstiegs sind auf die Mehrausfuhren nach Deutschland zurückzuführen. 77 Prozent der gesamten Exportmenge geht nach Deutschland, gefolgt von der Elfenbeinküste mit acht und Frankreich mit sieben Prozent.

Aufgrund der unterschiedlichen Produktzusammensetzung der Fleischexporte resultieren je nach Land grosse Differenzen im Durchschnittspreis. 2011 betrug der durchschnittliche Kilopreis des nach Deutschland exportierten Fleisches Fr. 2.40 (Wert franko Grenze) und jener der Fleischexporte an die Elfenbeinküste bloss 40 Rappen. Mit Fr. 17.60 pro Kilo zahlte Frankreich (dank dem Exportboom von Bündnerfleisch) mit Abstand den höchsten Preis.

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