Milchbauern enttäuscht

Karl Wicks juristischer Sieg vor dem Bundesgericht stösst bei Vertretern der Milchwirtschaft auf wenig Verständnis.

Karl Wicks juristischer Sieg vor dem Bundesgericht stösst bei Vertretern der Milchwirtschaft auf wenig Verständnis.

Der Schaden, den Käser Karl Wick hinterlassen hat, ist gross. Immer wieder zahlte er Bauern Milchgeld mit Verspätung oder überhaupt nicht aus. Die Forderungen von über 200 Bauern gehen in die Millionen. Beiträge für die Schweizer Milchproduzenten steckte er in den eigenen Sack.

Das Kreisgericht See-Gaster und das Kantonsgericht St. Gallen verurteilten ihn wegen mehrfacher Veruntreuung. Wick rekurrierte vor Bundesgericht – und bekam recht. Nachdem bei Wick finanziell höchstwahrscheinlich nichts mehr zu holen sei, bleibe den Bauern nun auch die moralische Genugtuung verwehrt, sagt Andreas Ritter, Geschäftsführer der Vereinigten Milchbauern Mitte-Ost gegenüber «Schweiz am Sonntag». 

Das Bundesgericht wirft in seinem Urteil den Genossenschaften Versäumnisse vor. Sie hätten unpräzise Verträge abgeschlossen sowie angesichts der Zahlungsschwierigkeiten von Wick früher reagieren müssen und das Milchgeld den Bauern direkt verrechnen sollen.

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