Im Rahmen eines Pilotprojektes will der Berner Bauernverband Lobag zusammen mit der Hochschule HAFL sowie dem Bundesamt für Landwirtschaft Lösungen für eine bessere Ressourceneffizienz in der Landwirtschaft suchen.
Erstmals sollen für Probleme und Fragestellungen Lösungen in einem Bottom-up-Prozess, d.h. mit Einbezug der Landwirte von Anfang an, gefunden werden. Lobag-Geschäftsführer Andreas Wyss bezeichnete diese Methode als bahnbrechend: "Der Landwirt, der Mitverantwortung übernimmt, ist ein Modell für die Zukunft." Dadurch zeige sich auch, dass der Landwirt nicht ein Problem, sondern ein Teil der Lösung sei, so Wyss an einem Mediendialog auf dem Hof von Hanspeter Schmitz in Wiedlisbach.
Im Rahmen eines Arbeitskreises nehmen elf Landwirte am Projekt teil. Das Pilotprojekt stützt sich auf die erste Phase des Projektes REDES (Ressourceneffizienz im Dienste der Ernährungssicherheit). In dieser zeigten das BLW, Agroscope und die ETHZ auf, dass die Schweizer Landwirtschaft einen wichtigen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten kann, jedoch in verschiedenen Bereichen ein neuer Systemansatz nötig ist. Im Mittelpunkt stehen dabei die Produktivitätssteigerung und die Überwindung des Grabens zwischen Forschung und Praxis.