Mutterkuh Schweiz: Neue Leitung im Amt

Seit dem 1. Januar 2024 ist Daniel Flückiger neuer Geschäftsführer von Mutterkuh Schweiz. Er tritt die Nachfolge von Urs Vogt an, der den Verein über 30 Jahre geleitet hat. Esther Manser-Ammann, Leiterin Labelverkauf, amtet seit Anfang Jahr neu als stellvertretende Geschäftsführerin

Daniel Flückiger war von 2012 bis 2020 bereits als Mitglied der Geschäftsleitung und stellvertretender Geschäftsführer bei Mutterkuh Schweiz tätig. Bis zu seiner Rückkehr im Januar 2024 arbeitete er beim Schweizer Bauernverband als Leiter QM-Schweizer Fleisch, teilt Mutterkuh Schweiz in einer Medienmitteilung mit.

Flückiger, der von Haus aus mit der Landwirtschaft verbunden ist, studierte an der Uni Bern und schloss mit einer Dissertation ab. An der HAFL Zollikofen absolvierte er das Studium «Wertschöpfungsketten und ländliche Entwicklung». Es stammt aus dem Emmental, besitzt gemäss Mutterkuh Schweiz ein fundiertes Wissen in der Nutztierhaltung – insbesondere in der Mutterkuhhaltung – und ist in der Land- und Fleischwirtschaft gut vernetzt

Tierärztin als Stellvertreterin

Des Weiteren hat der Vorstand an seiner Sitzung vom 12. September 2023 Esther Manser-Ammann zur stellvertretenden Geschäftsführerin ab Januar 2024 gewählt. Sie leitet seit dem 1. Januar 2023 den Bereich Labelverkauf bei Mutterkuh Schweiz und hat sich in diesem Bereich sehr gut eingearbeitet.

Manser-Ammann ist Tierärztin und hat sich in den Bereichen Führungskompetenzen sowie Marketing und Produkt Management weitergebildet. Sie verfügt über mehrere Jahre Berufserfahrung in Gross- und Kleintierpraxen, als Mitarbeiterin auf Landwirtschaftsbetrieben und als Mitglied der Geschäftsleitung bei Swissgenetics. Sie kennt die Tierhaltung und die Verkaufstätigkeit aus eigener Erfahrung.

Urs Vogt weiter für Projekte tätig

Urs Vogt ist nach 35-jähriger Tätigkeit auf Ende 2023 als Geschäftsführer von Mutterkuh Schweiz zurückgetreten. Bis zu seiner Pensionierung im Mai 2025 wird er bei Mutterkuh Schweiz für verschiedene Projekte tätig bleiben.

Urs Vogt ist seit 1989 Geschäftsführer von Mutterkuh Schweiz. Per 1. Januar 2024 hat der Agronom, der auf einem Kleinbauernbetrieb in Erschwil im Solothurner Jura aufgewachsen ist, die Leitung nun an seinen Nachfolger übergeben. 

Wer ist Mutterkuh Schweiz?

Mutterkuh Schweiz wurde 1977 von 42 Personen als Schweizerische Vereinigung der Ammen-und Mutterkuhhalter (SVAMH) gegründet. Die Mitgliederzahl nahm in den folgenden Jahrzehnten stetig zu. 1987 zählte die SVAMH erstmals mehr als 500 Mitglieder. Heute sind es 6’000 Mitglieder mit über 100‘000 Mutterkühen.

2008 erfolgte der Namenswechsel von SVAMH zu Mutterkuh Schweiz. Mutterkuh Schweiz ist bis heute ein Verein und somit basisdemokratisch organisiert – alle Mitglieder können an der Vereinsversammlung teilnehmen, Anträge stellen und abstimmen. Die Geschäftsstelle befindet sich seit dem 1. Dezember 2023 in Lupfig (AG). An der Geschäftsstelle arbeiten 32 Personen, die sich rund 22 Vollzeitstellen teilen. Der Tätigkeitsbereich reicht von Vermarktung über Tierzucht und Kommunikation bis hin zur Politik.

Grundlage des Erfolgs sind die starken Labelprogramme sowie die zuverlässigen Partnerschaften mit Coop, Bell, Traitafina, Transgourmet, Vianco und Viegut. Über die Label Natura-Beef (seit 1980), SwissPrimGourmet (seit 1996), Natura-Veal (seit 2009), Naturafarm, Premium-Beef, Weiderind und VK Natura wurden 2022 über 66‘000 Labeltiere vermarktet und so ein Mehrertrag von 30 Millionen für die Mitglieder erwirtschaftet. Zudem führt Mutterkuh Schweiz das vom Bund anerkannte Fleischrinderherdebuch (kurz FLHB) für 38 verschiedene Fleischrinderrassen.

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