
In Irland soll unter anderem Agrardiesel auf Antrag um 20 Rappen je Liter verbilligt werden.
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Das von der Dubliner Regierung nach massiven Protesten der Farmer gegen hohe Spritpreise geschnürte Entlastungspaket kommt beim irischen Bauernverband (IFA) alles in allem gut an. Landwirtschaftsminister Martin Heydon hatte ein insgesamt 100 Millionen Euro (91,77 Millionen Franken) umfassendes Programm zur Unterstützung von Landwirten, Lohnunternehmern und Fischern vorgestellt.
Aus dem Topf soll unter anderem Agrardiesel auf Antrag um 20 Rappen je Liter verbilligt werden. Um Missbrauch zu vermeiden, ist die Finanzhilfe an den Kraftstoffverbrauch von 2025 gekoppelt. Das Geld soll für die Monate März bis Juli in fünf Tranchen zu jeweils 20 Millionen Euro (18,35 Millionen Franken) fliessen, da auf den Feldern dann besonders viel Diesel verbraucht wird.
Dem Ministerium zufolge sind rund 120’000 Landwirte und 1’500 Lohnunternehmer antragsberechtigt. Die Kraftstoffverwendung muss vom Antragsteller plausibel nachgewiesen werden. Zudem sind Betriebskontrollen vorgesehen. Das Massnahmenpaket gilt vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission.
Unterstützung weiterer Branchen
Bis zu 5 Millionen Euro (4,59 Millionen Franken) pro Monat sind aus dem Hilfspaket für die Unterstützung von Fischern und anderen finanziell belasteten Branchen wie Forstwirtschaft und Gartenbau eingeplant.
IFA-Präsident Francie Gorman zeigte sich in einer ersten Reaktion zufrieden mit dem Hilfspaket. Entscheidend sei, dass die Gelder nun auch rasch auf den Höfen ankämen.