Ölpreis erholt sich leicht

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel an ihre Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Damit setzt sich die Kurserholung nach dem historischen Preiseinbruch vom Montag fort. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg auf 37,38 US-Dollar.

Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel an ihre Kursgewinne vom Vortag angeknüpft. Damit setzt sich die Kurserholung nach dem historischen Preiseinbruch vom Montag fort. Der Preis für ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent stieg auf 37,38 US-Dollar.

Das waren 16 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI legte um 5 Cent auf 34,41 Dollar zu.

Am Montag war der Erdölpreis zeitweise um rund 30 Prozent abgesackt. Das war der grösste Absturz seit dem Golfkrieg im Jahr 1991 gewesen. Bereits am Dienstag hatte sich der Erdölpreis dann aber bereits wieder deutlich erholt - so legte der Barrel-Preis für WTI um mehr als zehn Prozent zu.

Drastische Verluste am Montag

Zusammen mit der Furcht vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise hatte der Absturz des Ölpreises zu Wochenbeginn weltweite drastische Kursverluste an den Börsen ausgelöst. Am Dienstag setzte sich dann an den europäischen Börsen der Abwärtstrend fort, während sich an der New Yorker Wall Street die Kurse stabilisierten.

Der Absturz des Erdölpreises war durch den Streit zwischen den grössten Förderländern Saudi-Arabien und Russland verursacht worden. Moskau sandte dann am Dienstag jedoch versöhnliche Signale. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hatte sich am Freitag mit ihren Partnern nicht auf eine Drosselung der Fördermengen einigen können, vor allem Russland sperrte sich. 

China will Reserven aufstocken

Die Ölpreise profitierten von erwarteten Konjunkturprogrammen von Regierungen. Vor allem die von der US-Regierung angekündigten Massnahmen könnten eine Stabilisierung der Konjunktur und damit auch der Rohölnachfrage liefern. Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus droht die Konjunktur weltweit zu belasten.

China denkt laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg über eine Aufstockung seiner staatlichen Rohölreserven nach. Man wolle so den niedrigen Ölpreis ausnutzen. Bloomberg verwies dazu auf informierte Kreise.

Tendenziell lastet der Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien aber auf den Preisen, wie die verhaltene Erholung unterstreicht. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco kündigte an, dass es seine nachhaltige maximale Ölförderkapazität auf 13 Millionen Fass pro Tag steigern will. Bisher hatte sie bei 12 Millionen Fass gelegen. Die Ausweitung der Kapazität soll so rasch wie möglich erfolgen. Im Februar hatte Saudi-Arabien tatsächlich etwa 9,7 Millionen Fass je Tag gefördert.

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