Pachtland: Der Markt ist stärker

Der Boden sei knapp, auch für die Thurgauer Bauern, schreibt die «Thurgauer Zeitung». Das drücke sich in steigenden Pachtzinsen aus.

Der Boden sei knapp, auch für die Thurgauer Bauern, schreibt die «Thurgauer Zeitung». Das drücke sich in steigenden Pachtzinsen aus.

Teils um die 3000 Franken pro Hektare und Jahr werde im Gemüsebau bezahlt. Streng genommen seien solche Pachtzinsen aber illegal. Denn das Pachtgesetz schreibe vor, wie viel Zins für eine Hektare verlangt werden dürfe. Für bestes Ackerland dürfte im Thurgau nur 684.80 Franken verlangt werden. Daran halte sich aber niemand.

Die Zeitung titelt deshalb: «Pachtland: Markt stärker als Gesetz». «Mir gefällt diese Entwicklung nicht», sagt Markus Hausammann, Präsident des Verbands Thurgauer Landwirtschaft. Er beobachte mit Sorge, wie mit den Pachtzinsen viel Geld aus der produzierenden Landwirtschaft abfliesse. Denn die Verpächter seien in der Regel keine aktiven Bauern mehr. So komme es vor, dass die ganzen Direktzahlungen, die auf eine Fläche bezogen seien, als Pachtzins verschwänden.

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