Pavatex macht Werk in Cham dicht

Schlechte Kunde für das Schweizer Holz. Der Hersteller von Holzfaserdämmstoffen, Pavatex plant die Schliessung des Werkes in Cham. Der Massnahme werden noch in diesem Quartal 50 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Schlechte Kunde für das Schweizer Holz. Der Hersteller von Holzfaserdämmstoffen, Pavatex plant die Schliessung des Werkes in Cham. Der Massnahme werden noch in diesem Quartal 50 Arbeitsplätze zum Opfer fallen.

Als Grund für die Schliessung nennt das Unternehmen den Preiszerfall im Markt für Holzfaserdämmstoffe, die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise sowie den einbrechenden Absatz in europäischen Nachbarländern. Die daraus resultierenden schlechten Ergebnisse der Pavatex zwinge das Unternehmen zur Schliessung des Werkes in Cham. Eine Konsultationsphase habe gestern begonnen, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Zudem sei für die betroffenen Mitarbeitenden ein Sozialplan vorgesehen.

Die Pavatex wurde im Jahr 2016 von der französischen Soprema Gruppe übernommen. Bereits 2014 schloss das Werk in Freiburg wegen zu hohen Produktionskosten. Die Produktion wurde damals in die bestehenden Werke in Cham und in Golbey (Frankreich) verlagert.

Pavatex ist seit der Gründung im Jahr 1932 auf die Herstellung von Holzfaserdämmsystemen für die Gebäudehülle spezialisiert. Soprema wurde 1908 in Strassburg gegründet und ist heute ein weltweit tätiger Spezialist für Abdichtung und Wärmedämmung von Gebäuden und Infrastrukturbauten mit 6‘260 Mitarbeitern. Der Konzern verfügt über 42 Produktionsstandorte in Europa und Nordamerika.

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