Sechs Jahre nach Bekanntwerden des Pferdefleisch-Skandals fordert die Pariser Staatsanwaltschaft eine Haftstrafe von drei Jahren gegen den früheren Direktor des französischen Grosshändlers Spanghero.
Von der geforderten Gefängnisstrafe sollten zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt werden, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. Der Pariser Betrugsprozess gegen zusammen vier Verdächtige soll am Mittwoch abgeschlossen werden.
Spanghero mit Sitz in Südwestfrankreich soll 2012 und 2013 wissentlich als Rind gekennzeichnetes Pferdefleisch vertrieben haben. Zu den Empfängern gehörte der Hersteller Comigel in Metz, der Fleischprodukte wie Lasagne zubereitete. Die Fertiggerichte wurden laut früheren Berichten in vielen Ländern verkauft, unter anderem auch in der Schweiz.