Produzenten- und Importpreise sinken zum fünften Mal

Der Preisdruck für Unternehmen hat im September noch weiter nachgelassen. Es ist der fünfte Monat in Folge, in dem die Preise rückläufig sind.

awp |

So lag der Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) im September bei 108,6 Punkten, was einem Rückgang um 0,1 Prozent im Vergleich zum August entspricht, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag mitteilte. Zum September des Vorjahres ergibt sich ein Minus von 1,0 Prozent – das ist der stärkste Rückgang, seit im Mai die Abschwächung eingesetzt hat.

Die Produzentenpreise einzeln stagnierten im September im Vergleich zum Vormonat. Zum Vorjahr stiegen sie jedoch mit +0,9 Prozent abermals an. Sinkende Preise gegenüber dem Vormonat gab es etwa bei Erdöl und Erdgas. Mineralölprodukte waren teurer als im August.

Nahrungsmittel wurden billiger

Die Importpreise sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um deutliche 4,7 Prozent. Gegenüber August kamen sie um 0,2 Prozent zurück. Auch hier wirkten sich tiefere Preise für Erdöl und Erdgas aus.

Billiger wurden auch Automobile und Automobilteile, Bekleidung, Metalle und Metallhalbzeug, Leder, Lederwaren und Schuhe sowie Nahrungsmittel. Steigende Preise zeigten dagegen Mineralölprodukte.

Steter Rückgang

Der sogenannte Gesamtindex der Produzenten- und Importpreise (PPI) hatte im Mai und Juni 2022 mit +6,9 Prozent einen Höchststand erreicht und bildete sich seither in den meisten Monaten zurück. Seit Mai dieses Jahres ist er wieder negativ.

Der PPI gilt als Vorlaufindikator für die Entwicklung der Konsumentenpreise, da die Kosten der Produktion normalerweise auf die Konsumentenpreise abgewälzt werden. Er hat allerdings deutlich höhere Ausschläge und ist aufgrund der hohen Abhängigkeit von Rohstoffen viel volatiler.

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