
Seit 1985 befindet sich die Produktion der Toblerone in Brünnen, im Westen der Stadt Bern.
Mondelez
Das Unverständnis, dass der Konzern trotz einem wegen des guten Futters hohen Butterlager von 6476 Tonnen an seiner Importpolitik festhalten will, ist gross.
Darum erfuhr der «Schweizer Bauer», dass Milchproduzenten aus verschiedenen Regionen der Schweiz, darunter das Bäuerliche Zentrum Schweiz und das Bernisch-Bäuerliche Komitee, am Donnerstag um 10 Uhr eine Protestaktion planen, die vermutlich bei Mondelez in Bern-Brünnen stattfinden wird. Noch ist es nicht zu spät für ein Umdenken bei Mondelez: Die Firma kann die eingesottene Butter problemlos bei Emmi oder Cremo beschaffen, wenn sie will. Über 6000 Tonnen Butter sind derzeit an Lager.
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Weg von Swissness und wieder zurückIm Werk am westlichen Stadtrand von bern werden heute täglich vier Millionen Toblerone-Produkte hergestellt. «Wir sehen eine wachsende globale Nachfrage nach Premium Schokolade und sind überzeugt, dass das Potenzial für Toblerone noch lange nicht ausgeschöpft ist», sagte Anna van Riesen, Chefin von Mondelez Schweiz, im April 2025. Die Produktionsstätte soll zum «Kompetenzzentrum für Toblerone in der Schweiz» ausgebaut werden. Der Konzern gab bekannt, 65 Millionen Franken in das Werk zu investieren, unter anderem in eine neue Produktionslinie.
2023 verschwanden auf der Verpackung das Matterhorn und der Markenzusatz «of Switzerland». Der «Verlust an Swissness» sorgte für Aufsehen. Denn Schweizer Vollmilchpulver war somit keine Pflicht mehr für Mondelez. Dass vermehrt ausländisches Milchpulver verarbeitet wurde, wies der Konzern damals gegenüber Schweizer Bauer jedenfalls nicht zurück. Im April 2025 folgte die Kehrtwende. Die meisten Toblerone-Produkte tragen seither ein Schweizerkreuz auf der Verpackung. Der Lebensmittelkonzern Mondelez International wolle damit die Verbundenheit der dreieckigen Schokolade mit der Schweiz zum Ausdruck bringen, hielt der Konzern fest. Es ist eine Verbundenheit mit Ausnahmen, wie sich nun zeigt. blu