Seit Januar 2020 führen die Kantone die Landwirtschaftskontrollen nach einem neuen System durch. Betriebe mit einem erhöhten Risiko für Mängel werden seither häufiger kontrolliert. Erste Erfahrungen zeigen, dass sich das geänderte Kontrollwesen bewährt.
Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) wie auch die Vollzugs- und Kontrollstellen ziehen eine positive Bilanz. Das Hauptziel des neuen Systems konnte laut dem BLW erreicht werden, nämlich die Reduktion und Vereinfachung von repetitiven Grundkontrollen bei gleichzeitiger Ausdehnung der risikobasierten Kontrollen.
Das Kontrollsystem ist in seiner Gesamtheit effektiver und aus Sicht des Bundes und der Kantone glaubwürdiger geworden. Auch die häufiger unangemeldet durchgeführten Tierwohlkontrollen sehen die Kontrollstellen als Gewinn. Für die Betriebsleiter bringe das neue Kontrollsystem insgesamt weniger administrativen Aufwand, so das Bundesamt.
Der Systemwechsel wurde nötig, da sich der Kontrollaufwand für die gewachsene Anzahl Direktzahlungsarten derart erhöht hat, dass die Grundkontrollen sämtliche Ressourcen beanspruchten. Für gezielte, zusätzliche Kontrollen waren kaum mehr Kapazitäten frei.

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