
Russland konnte 2025 beim Export von Rapsöl an frühere Erfolge anknüpfen.
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Russland hat den Export von Rapsöl im Jahr 2025 weiter gesteigert. Nach Angaben des beim Moskauer Landwirtschaftsministerium angesiedelten Agroexportzentrums belief sich die ausgeführte Menge auf insgesamt 1,58 Mio. Tonnen. Das entspricht einem Zuwachs von 37 % gegenüber 2024.
Die Exporterlöse stiegen im Vorjahresvergleich sogar um 54 % auf mehr als 1,23 Mrd. Franken (1,35 Mrd. Euro). Damit erreichten die Ausfuhren nahezu das Rekordniveau von 2023, als 1,6 Mio. Tonnen Rapsöl im Wert von 1,24 Mrd. Franken (1,36 Mrd. Euro) exportiert worden waren.
China dominiert als Abnehmer
China ist nach Angaben des Agroexportzentrums seit 2019 der grösste Abnehmer von russischem Rapsöl und hat seine Importe 2025 nochmals deutlich erhöht. Russland lieferte rund 1,4 Mio. Tonnen in die Volksrepublik, was einem Anstieg von 37 % gegenüber 2024 entspricht.
Der chinesische Anteil an den gesamten russischen Rapsölexporten erhöhte sich damit auf 90 %. Zum Vergleich: 2019 hatten die Lieferungen nach China lediglich bei rund 215’000 Tonnen gelegen.
Weitere Abnehmer und neue Märkte
Hinter China folgten 2025 Iran, Norwegen, Tunesien und Lettland als wichtigste Abnehmer russischen Rapsöls. Der Iran rückte nach einer Verdreifachung der importierten Menge auf den zweiten Platz vor und verdrängte Lettland. Norwegen steigerte seine Käufe gegenüber 2024 um 26 % und belegte – wie im Vorjahr – Rang drei. Zudem exportierte Russland erstmals seit 2017 wieder Rapsöl nach Indien, und zwar 12’000 Tonnen.