SBV besorgt über starken Rückgang in der Tierhaltung

Jeden Tag stellen knapp drei Bauernhöfe ihren Betrieb ein. Dies beschäftigt auch den Schweizerischen Bauernverband. Zwar konnte die Abnahme mehrheitlich über den Generationenwechsel bewältigt werden. Doch die rapide Abnahme in der Tierhaltung geht dem Verband zu schnell. Die Bauern würden Perspektiven benötigen.

Jeden Tag stellen knapp drei Bauernhöfe ihren Betrieb ein. Dies beschäftigt auch den Schweizerischen Bauernverband. Zwar konnte die Abnahme mehrheitlich über den Generationenwechsel bewältigt werden. Doch die rapide Abnahme in der Tierhaltung geht dem Verband zu schnell. Die Bauern würden Perspektiven benötigen.

2012 hatte die Schweiz noch 56'575 Bauernbetriebe, rund 1,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Strukturwandel geht also weiter, 1042 Höfe oder knapp drei Betriebe geben täglich auf. „Die Abnahme ist leicht geringer als im Vorjahr und kann mehrheitlich über den Generationenwechsel – und somit in einem sozialverträglichen Rahmen – bewältigt werden“, schreibt der Schweizerische Bauernverband (SBV) am Dienstagabend in einem Communiqué.

Einen gewissen „sozialverträglichen“ Anpassungsprozess sei vonnöten, heisst es weiter. Doch der Strukturwandel sei in einigen Betriebszweigen überdurchschnittlich oder gar rasant. Besonders sorgen macht sich der SBV wegen dem Rückgang in der Tierhaltung. So gaben 2012 6,7 Prozent der Schweinehalter ihren Betrieb auf. Und auch in der Milchviehhaltung sei eine grössere Abnahme beobachtet worden als im Durchschnitt.

Zurückzuführen sind die Aufgaben auf die tiefen Produzentenpreisen in beiden Betriebszweigen. Es gälte aber auch, junge Menschen für den Beruf Landwirt zu motivieren. Insbesondere mit Blick auf das Erfüllen des Verfassungsauftrages, die das Gewährleisten der Versorgungssicherheit beinhaltet. Diese gewinne aufgrund des zunehmenden Bedarfs an Lebensmitteln immer mehr an Bedeutung.

Mit dem Inkrafttreten der Agrarpolitik 14-17 müsse deshalb vermieden werden, „dass die Betriebe durch die Umlagerung der Direktzahlungen auf die Fläche noch stärker unter Druck kommen“, so die eindeutige Forderung des SBV. „Die Rahmenbedingungen für die Landwirtschaft sind so zu setzen, dass unternehmerische, bäuerliche Familienbetriebe gute Perspektiven haben“, schliesst die Mitteilung.

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