
Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) beschrieb die Lage am deutschen Schlachtschweinemarkt als unverändert angespannt.
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Auf den europäischen Schlachtschweinemärkten hat sich nichts an den Trends der Vorwoche geändert. In Dänemark und den meisten mitteleuropäischen Ländern blieben die Preise wie gehabt. Frankreich meldete abermals sinkende Notierungen.
Der spanische Markt zeigt sich weiter schwach, während Schlachtschweine in Italien erneut teurer verkauft werden. Unterdessen läuft das Fleischgeschäft unverändert impulslos. Für Skepsis sorgt, dass das Angebot an Schlachttieren zunimmt.
Angebot nimmt zu
In Deutschland fixierte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihren Leitpreis am Mittwoch, 30.September, bei 1,36 Franken (1,45 Euro) je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) und damit auf dem Niveau der Vorwoche. Der Basispreis für Sauen sank um 5 Rappen (5 Cent) auf 54 Rappen (0,58 Euro)/kg SG. Der Ferkelpreis blieb am Freitag, 2. Otober, bei 28 Franken (30 Euro) pro Tier stehen.
Die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) beschrieb die Lage am deutschen Schlachtschweinemarkt als unverändert angespannt. Das Angebot an Schlachtschweinen nehme regional zu. Zwar fliesse es bisher ab. Der Fleischmarkt zeige sich aber ruhig. Und nicht zuletzt wegen des Feiertags am 3. Oktober deuteten sich etwas mehr Überhänge an.
Hoffen aufs Weihnachtsgeschäft
In Österreich stellte sich der Markt ähnlich dar. Das zunehmende Angebot lasse sich noch vermarkten, berichtete der Verband landwirtschaftlicher Veredlungsproduzenten Oberösterreich (VLV). Rückstellungen seien aber keine Ausnahme mehr. Sowohl die Landwirtschafts- als auch die Schlachtbranche hofften darauf, dass das bald anziehende Weihnachtsgeschäft den Markt zügig belebt. Vor diesem Hintergrund legte der VLV seine Notierung am Mittwoch erneut bei 1,43 Franken (1,52 Euro)/kg SG fest.
Druck im ExportDer belgische Danis-Konzern zahlt auch in der laufenden Woche 1,01 Franken (1,070 Euro)/kg Lebendgewicht (LG). Bei Danish Crown (DC) kommt weiter keine Bewegung in den Preis. Er liegt sowohl in der laufenden als auch in der kommenden Woche bei umgerechnet 87 Rappen (0,92 Euro)/kg SG. Dieses Niveau hat er seit mittlerweile Ende Juli. Die Marktanalyse von DC fällt ebenfalls weitgehend unverändert aus. Die Genossenschaft beklagt das Überangebot am heimischen Schlachtschweinemarkt und einen stärkeren Wettbewerb im Auslandsgeschäft.
Notierungen gleichen sich an
Am Marché du Porc Français liess die Notierung derweil zum wiederholten Male nach. Beim Donnerstag-Termin einigte man sich auf 1.64 Franken (1,742 Euro)/kg SG. Das waren 6 Rappen (6 Cent) weniger als eine Woche zuvor. Marktexperten gehen davon aus, dass das wachsende Angebot an Schlachtschweinen im Inland und die niedrigeren Preise unter anderem in Deutschland die französische Notierung nach unten ziehen. Das dürften auch Hauptgründe dafür sein, dass in Spanien der Preis abermalig zurückgenommen wurde. So kosten Schlachtschweine an der Agrarbörse von Bellpuig westlich von Barcelona in der laufenden Woche 1,24 Franken (1,315 Euro)/kg LG. Gegenüber der Vorwoche entspricht das einem Minus von 2,5 Rappen (2,5 Cent).
Derweil kletterten die Notierungen in Italien weiter nach oben. Für frei vermarktete Schlachtschweine mit einem Gewicht von 138 bis 156 Kilogramm werden 1,70 Franken (1,807 Euro)/kg LG gezahlt und damit 1 Rappen (1,0 Cent) mehr als zuvor. Vertragsschweine derselben Gewichtsklasse verteuerten sich um ebenfalls 1 Rappen (1 Cent) auf 1,81 Franken (1,925 Euro)/kg LG.
EU-Durchschnittspreis gefallen
Der EU-Durchschnittspreis fiel in der Woche zum 27. September weiter. Laut Angaben der EU-Kommission wurden Schlachtschweine der Handelsklasse E in den meldenden Mitgliedstaaten durchschnittlich für 146,47 Franken (155,74 Euro) je 100 kg SG gehandelt. Gegenüber der Vorwoche entsprach das einem Rückgang um 2,6 %. Das Niveau des Vorjahres wurde um 17,2 % unterschritten.
Den mit 12,2 % grössten Abschlag verzeichnete die Slowakei, dicht gefolgt von Kroatien mit 11,3 % und Lettland mit 10,2 %. Polens Schweinehalter mussten eine Preisrücknahme um 7,0 % hinnehmen. Ihre Berufskollegen in Österreich bekamen 5,3 % weniger. In Belgien bewegte sich die Notierung um 4,6 % nach unten, in Deutschland um 2,9 % und in Spanien um 1,2 %. Seitwärts liefen die Preise in den Niederlanden, in Irland und in Schweden. Aufschläge gab es umgekehrt keine.