Die Schweizer Bevölkerung erwartet von der Landwirtschaft die Produktion von Lebensmitteln und eine tierfreundliche Haltung. Das zeigt eine neue Univox-Umfrage. Einem Agrarfreihandels-abkommen mit der EU steht die Bevölkerung offen gegenüber.
Drei Aufgaben der Landwirtschaft sind den Schweizern besonders wichtig: die Produktion von Nahrungsmitteln, eine tierfreundliche Haltung sowie die Ernährungssicherheit. Sie wollen nicht, dass die Bauern ausschliesslich zu Landschaftspflegern werden.Gegenüber der Befragung im Jahr 2009 sei insbesondere die Bedeutung der Ernährungssicherheit deutlich gestiegen, teilte das Bundesamt für Landwirtschaft mit. Das Bundesamt hat die Univox-Umfrage in Auftrag gegeben und die Ergebnisse am Donnerstag vor den Medien in Bern präsentiert.
Die Umfrage zeigt weiter, dass die Schweizerinnen und Schweizer einer Marktöffnung zur EU offener gegenüber stehen als vor drei Jahren. Heute finden 53 Prozent der Befragten, die Schweizer Ernährungswirtschaft hätte mit einem Agrarabkommen bessere Chancen, hochwertige Produkte auf dem europäischen Markt zu verkaufen.
41 Prozent der Befragten finden, es sei Zeit, dass sich die Landwirtschaft den sich öffnenden Grenzen stelle. Nur noch 31 Prozent sind der Ansicht, die Schweizer Landwirtschaftsbetriebe würden durch die europäische Konkurrenz bei einer Grenzöffnung gefährdet. Im Jahr 2009 waren es noch 57 Prozent.