SZ: Bauernbetriebe klein

Die Schwyzer Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren nur zaghaft in Richtung Haupterwerbs- oder Bio-Betriebe entwickelt. Die Höfe sind immer noch relativ klein und generieren ein nur tiefes Einkommen.

Die Schwyzer Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren nur zaghaft in Richtung Haupterwerbs- oder Bio-Betriebe entwickelt. Die Höfe sind immer noch relativ klein und generieren ein nur tiefes Einkommen.

Der Schwyzer Regierungsrat hat am Montag eine Interpellation von Kantonsrat Bruno Beeler (CVP) zur Entwicklung der Schwyzer Landwirtschaft beantwortet. Die Antworten zeigen, dass die Schwyzer Bauern ihre Produktivität und Wertschöpfung weniger stark steigern konnten als Bauern in anderen Kantonen.

15,2 ha pro Betrieb

Mit einer Vergrösserung der Betriebsfläche könnten die Landwirte ihre Produktion steigern und die Kosten senken, schreibt der Regierungsrat. Die Entwicklung, weg von Nebenerwerbsbetrieben zu professionell geführten Haupterwerbsbetrieben zu kommen, habe im Kanton Schwyz weniger stark stattgefunden als anderswo.

Ein durchschnittlicher Schwyzer Landwirtschaftsbetrieb hat so eine Grösse von 15,2 (CH: 20,5) Hektaren. Die landwirtschaftliche Nutzfläche der Betriebe nahm zwischen 2008 und 2018 nur um 7,0 (CH: 12,6) Prozent zu. Auch beim biologischen Landbau hat Schwyz eine nur unterdurchschnittliche Dynamik. Die Anzahl Bio-Betriebe zeigt gemäss Regierungsrat, wie gross der Wille zur Steigerung der Wertschöpfung ist. Von 2010 bis 2018 nahm im Kanton Schwyz die Zahl der Bio-Betriebe "bloss" um 11,8 (CH: 24,3) Prozent zu.

Tiefes Nettounternehmenseinkommen

Entsprechend tief ist bei den Schwyzer Landwirten das Nettounternehmenseinkommen pro Hektare Nutzfläche. Dieses ging von 2008 bis 2018 um über 21 Prozent zurück. Zudem habe der Schweizer Durchschnittsbauernhof ein erheblich grösseres Einkommen als einer des Kantons Schwyz, heisst es in der regierungsrätlichen Antwort.

Diese Zahlen zeigten, dass die Schwyzer Landwirtschaftsbetriebe Nebenerwerbsbetriebe seien, schreibt der Regierungsrat. Viele könnten nur dank eines zusätzlichen Erwerbs eines Familienmitglieds überleben. Überdurchschnittlich hoch sei auch die Abhängigkeit von den Direktzahlungen.

Erlös deckt Aufwand nicht

Ein überdurchschnittliches sektorales Arbeitseinkommen pro Jahresarbeitseinheit von über 50'000 Fr. weisen gemäss dem Kanton Schwyz die Kantone Luzern und Zug aus. "Es sind Kantone mit viel Spezialkulturen oder einer intensiven Nahrungsmittelproduktion im Talgebiet. Die tiefsten Durchschnittswerte (unter 30 000 Fr.) haben die Kantone Uri und Schwyz. Die Schwyzer Betriebe sind somit in stärkerem Mass abhängig von Direktzahlungen", heisst es in der Antwort.

Der Erlös, welcher mit Produkten auf dem Markt erwirtschaftet wird, reiche bei den meisten Betrieben im Kanton Schwyz nicht, um den damit verbundenen Aufwand (Fixkosten und variable Kosten) abzudecken. Direktzahlungen (für gemeinwirtschaftliche Leistungen) müssten somit für die laufenden Produktionskosten eingesetzt werden und stünden für künftige Investitionen nicht zur Verfügung.

Tendenziell ist der Anteil der Direktzahlungen am Produktionswert in Bergkantonen höher als in Kantonen im Talgebiet oder Mittelland, da zum einen die strukturell bedingten Produktionserschwernisse im Berggebiet (z.B. Hanglagen) zu einem tieferen Produktionserlös pro Faktoreinheit (z.B. Hektare) führen. Zum anderen sind die flächenbezogen Direktzahlungsbeiträge im Bergebiet höher als in den andern Gebieten.

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