«Toleranz für Bereinigungen ist gesunken»

sda |

Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann hält Forderungen nach staatlichen Krediten für unter den Energiepreisen leidende Firmen für verfrüht. «Mir scheint, unsere Toleranz für gewisse Bereinigungen und Anpassungsprobleme in der Wirtschaft ist deutlich gesunken.»

«Wir sind nicht mehr bereit, Firmen in Konkurs gehen zu lassen», sagte Straumann in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Das sei in der Coronakrise offenbar geworden, als Firmen subventioniert worden seien, die auch unter normalen Umständen nicht überlebt hätten.

Staatliche Unterstützung in Krisen sieht er ohnehin kritisch: Der Staat sei bei komplexen Krisen rasch überfordert, weil viele Anspruchsgruppen mitredeten. «Statt sich um die grossen Linien zu kümmern, wird er hyperaktiv», so Straumann. Zudem könne ein Staat nicht die gesamten Kosten einer Krise tragen, da sonst die Kasse leer sei.

Die Rettungsaktionen in der Vergangenheit hätten «bestimmt Schaden angerichtet» zwischen Wirtschaft und Bevölkerung. «Man hat den Respekt verloren.» Das Verständnis für die Wirtschaft nehme ab, sagte Straumann.

Kommentare (1)

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  • Beat Furrer | 08.10.2022
    Der Staat sollte möglichst schlank sein, sich an die Verfassung halten (Freiheit, Subsidiarität, Neutralität, Eigenverantwortung) und NICHT Erfüllungsgehilfe der Grossen und Reichen oder der links unterwanderten Behörden (Schulen, Universitäten, Wissenschaft, Amtsstuben) sein.
    Ludwig von Mises und Friedrich von Hayek haben das in ihrer Österreichischen Wirtschaftsschule gut dargestellt.

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