Trotz Hitze - gute Käsequalität

Die Mitglieder der CASALP, die Sortenorganisation der Berner Alp- und Hobelkäse AOP, tagten am Dienstag in Thun. Trotz starker Trockenheit kann auf einen Alpsommer 2018 mit sehr guter Käsequalität geblickt werden.

Die Mitglieder der CASALP, die Sortenorganisation der Berner Alp- und Hobelkäse AOP, tagten am Dienstag in Thun. Trotz starker Trockenheit kann auf einen Alpsommer 2018 mit sehr guter Käsequalität geblickt werden.

Trotz rekordhohen Temperaturen und Trockenheit seien im Alpsommer 2018 1‘253 Tonnen Berner Alpkäse AOP und damit im Vergleich zu 2017 rund 50 Tonnen mehr produziert worden, heisst es in einer Medienmitteilung. 

Abhängig von Natur

Der Sommer 2018 habe vielen Konsumenten und Produzenten gezeigt, wie abhängig wir nach wie vor von der Natur seien, sagte Hans Kohler, Präsident CASALP, zu den Mitgliedern. Im Berner Oberland dürfe auf einen relativ guten Alpsommer geschaut werden. Dies habe einen hohen Mehraufwand verlangt. "Die Kulturen waren von Anfang an gut, und die Alpweiden brachten genügend Erträge", so Kohler. Besonders erfreulich sei die sehr gute Käsequalität.

Eingeladen war auch der Berner Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann. Er ermutigte die Mitglieder, das einzigartige Produkt mit AOP Label zu einem Qualitätspreis zu verkaufen. Eine möglichst hohe Wertschöpfung für ein „echtes“ hochwertiges Produkt aus dem Berner Oberland sei für die Zukunft der Berner Alpwirtschaft sehr wichtig, um Investitionen in den Betrieb tätigen und um eine möglichst hohe Entschädigung der Arbeit generieren zu können.

Die Alpwirtschaft sei ein wichtiger Teil der Berner Landwirtschaft, und die Alpwirtschaft sei auf Qualitätsprodukte wie den Berner Alpkäse AOP angewiesen, sagte der Regierungsrat. Dabei sei es wichtig, dass die Alpwirtschaft ihre Qualitätsprodukte im umkämpften Markt richtig positionieren könne. Für die gute und richtige Positionierung von Berner Alpkäse und Hobelkäse AOP sei die Sortenorganisation CASALP sehr wertvoll, machte er deutlich.

Selbsthilfebeiträge belassen

Der Antrag des Vorstandes, die Selbsthilfebeiträge der Produzenten auf 2,5 Rappen pro Kilogramm verarbeitete Milch zu belassen, wurde einstimmig gutgeheissen. Die Versammlung sanktionierte zudem den Antrag des Vorstandes, die Beiträge für Einzelmitglieder bei 50 Franken, und für Organisationen, Verbände sowie den Detailhandel bei 100 Franken zu belassen.  

Der Handel bezahlt einen Mengenbeitrag von 35 Franken pro Tonne übernommenen Berner Alpkäse und kann einen Beitrag für Massnahmen im Bereich Kommunikation von 50 Franken pro Tonne beziehen.

Neuwahlen

Die Versammlung wählte als Nachfolger von Bruno Buchs, welcher neu operativ tätig in der Molkerei Schönried ist, Reto Siegrist der Geschäftsführer der Molkerei Schönried. Siegrist ist demzufolge nebst René Ryser, Molkerei Gstaad ein Vertreter vom Handel.

Ueli Tritten, das langjährige Vorstandsmitglied (seit 2011) von der Lenk (Alp Längermatten), als Vertreter der Region Simmental wird zukünftig durch Niklaus Walker, Lenk (Alp Haslerberg-Walig) vertreten. 

Werbebotschafter

"Berner Alp- und Hobelkäse AOP, diese beiden Naturprodukte, sind reich an einzigartigen Geschichten von den über 450 Alpen. Basierend auf dieser Einzigartigkeit und über gezielte Aktivitäten gilt es, diese beiden Spezialitäten zu vermarkten", sagte Gabi Dörig-Eschler, Verantwortliche Marketing-Kommunikation.

«Spielen wir die Trümpfe aus, die wir mit unserem AOP-Qualitätsprodukt von den Alpen in der Hand haben. Die Alpen und ihre Geschichten stehen nach wie vor im Trend», sagte Dörig-Eschler. Hier setze denn auch das Online-Verzeichnis, das mit Schweizer Alpkäse erarbeitet wurde, ein. Mit Text und Bildern werden rund 200 Berner Alpen in ihrer Einzigartigkeit und Schönheit präsentiert.

Mit Aktivschwinger Patrick Gobeli aus dem Simmental konnte CASALP einen offiziellen Botschafter für den Berner Alpkäse AOP ins Boot holen.

Ehrungen

Im Rahmen der Hauptversammlung der CASALP fand auch die Sennenehrung statt. Sennerinnen und Sennen von 52 Alpen konnten dabei für ausgezeichnete Käsequalität eine Urkunde der CASALP in Empfang nehmen.

Diese Auszeichnung für höchste Käsequalität erhält, wer aus sechs Alpmulchentaxationen eine Gesamtpunktzahl von mindestens 118 bzw. maximal 120 erreicht. Zusätzlich zur Urkunde erhalten die Sennerinnen und Sennen von der Sortenorganisation eine Geldprämie als Wertschätzung und zusätzlichen Ansporn für weitere gute Leistungen.

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