Während zehn Jahren hat eine Mitarbeitende der früheren Landi Rotkreuz-Meierskappel Geld in die eigene Tasche abgezweigt. Das Loch ist gross: über 100'000 Franken.
2015 schlossen sich die Landi Rotkreuz und Zug zur Landi Zugerland zusammen. Kürzlich erhielten die Mitglieder einen Brief. Darin war zu lesen, dass bei der früheren Landi Rotkreuz-Meierskappel ein Veruntreuungsfall entdeckt worden sei.
Eine Mitarbeitende habe während zehn Jahren über 100'000 Franken veruntreut. «Dies ist bei der Zusammenführung der Buchhaltungen beim Abgleichen der Debitoren zum Vorschein gekommen», sagt Johannes Nussbaumer, heutiger Präsident der Landi Zugerland und ehemaliger Präsident der Landi Zug, auf Anfrage.
Wie man das rechtzeitig hätte entdecken können? Das sei eine schwierige Frage. Einerseits werde die Buchführung immer komplexer. Es bestehe die Gefahr, dass Vorstände, die meist nicht aus Finanzspezialisten bestehen, überfordert seien, um solche Machenschaften herauszufinden. «Wichtig ist sicher das Vieraugenprinzip. Eine Buchhaltung nur von einer Person führen zu lassen, kann ein Risiko darstellen», gibt er zu bedenken.
Vielleicht müsste die Buchführung alle paar Jahre von einer anderen Person verantwortet werden. So etwas könne grundsätzlich jeder Organisation, wie einem Maschinenring, einer Wassergenossenschaft oder einem Bauernverband etc., passieren. Gegen die betroffene Mitarbeitende wurde Strafanzeige eingereicht. Zum laufenden Verfahren werden keine weiteren Details bekanntgegeben.