Überproduktion in russischem Zuckermarkt

Mit voraussichtlich rund 7,2 Mio. t soll die russische Zuckererzeugung 2019/20 einen neuen Rekordstand erreichen, berichtet die Moskauer Fachzeitschrift "Agroinvestor". Das wären um 1,1 Mio. t mehr als in der Vorsaison.

aiz |

Mit voraussichtlich rund 7,2 Mio. t soll die russische Zuckererzeugung 2019/20 einen neuen Rekordstand erreichen, berichtet die Moskauer Fachzeitschrift "Agroinvestor". Das wären um 1,1 Mio. t mehr als in der Vorsaison.

Der Produktionszuwachs beruht auf der Ausweitung der Anbaufläche um 2%, was, so "Agroinvestor", der Empfehlung der Regierung und der Marktexperten widerspricht, die Zuckerrübenflächen nicht auszuweiten.

Das hatte neben den günstigen Witterungsverhältnissen zur Folge, dass sich die Rübenerzeugung nach vorläufiger Schätzung der Branchenvereinigung Sojusrossachar im Jahresvergleich um 9 Mio. t auf gut 50 Mio. t vergrösserte. Zugleich sei eine Steigerung der durchschnittlichen Zuckerausbeute um 0,6 t auf 6,2 t je Hektar zu verzeichnen, berichtet die Zeitung. 

Erwartungsgemäss löste die Entwicklung - in Verbindung mit den bereits hohen Marktvorräten - einen Rückgang der Zuckerpreise aus, die im November im Mittel um 46% niedriger waren als zu Jahresbeginn. Vor diesem Hintergrund habe der russische Föderale Antimonopoldienst (FAS) den Bankrott einzelner Zuckerfabriken nicht ausgeschlossen, heisst es. 


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