Ukraine: Höhere Weizenexporte erwartet

Im Wirtschaftsjahr 2025/26 rechnet das Landwirtschaftsministerium in Kiew mit steigenden Weizenexporten. Insgesamt wird eine Ausfuhrmenge von 17,64 Mio. Tonnen prognostiziert.

AgE |

Die Ukraine dürfte im laufenden Wirtschaftsjahr 2025/26 ihre Weizenexporte steigern. Davon geht das Kiewer Landwirtschaftsministerium in seinem aktuellen Agricultural Outlook aus. Das Ministerium erwartet eine Exportmenge von 17,64 Mio. Tonnen Weizen. Das wären 11,5 % mehr als im Vorjahr.

Das Weizenaufkommen aus der Ernte 2025 wird vom Agrarressort auf 23,1 Mio. Tonnen beziffert. Damit würde das 2024 erzielte Ergebnis um 2,9 % übertroffen, der Fünfjahresdurchschnitt aber um 6,2 % verfehlt.

Zollabgabe belastet Raps- und Sojaexporte

Steigen werden nach Einschätzung des Ministeriums auch die Ausfuhren von Mais, und zwar um 8,3 % auf 23,8 Mio. Tonnen. Kräftig um 20 % sollen die Exporte von Gerste zulegen; hier wird mit einer Ausfuhrmenge von 2,8 Mio. Tonnen gerechnet. Zurückgehen dürften hingegen die Lieferungen von Sonnenblumensaat. Mit geschätzten 10,0 Mio. Tonnen würde die Vorjahresmenge um 13,9 % unterschritten. Ebenfalls sinken werden voraussichtlich die Exporte von Sonnenblumenöl; erwartet wird ein Minus von 14 % auf 4,1 Mio. Tonnen.

Auswirken wird sich 2025/26 dem Bericht zufolge die im September 2025 eingeführte Zollabgabe auf Exporte von Raps und Soja. Diese muss entrichtet werden, wenn der Export über einen Zwischenhändler abgewickelt wird. Beim Raps wird mit einem Rückgang der Exporte um 43,2 % auf 1,79 Mio. Tonnen gerechnet. Halbieren werden sich nach Einschätzung des Ministeriums die Ausfuhren von Sojabohnen; hier wird eine Exportmenge von 2,1 Mio. Tonnen erwartet.

Zuckerexporte unter Vorjahresniveau

Unter Vorjahresniveau werden auch die Zuckerexporte liegen. Hier bekommt die Ukraine die Einführung von Quoten für Lieferungen in EU-Länder zu spüren, verbunden mit erheblichen Schwierigkeiten, die frei gewordenen Mengen auf andere Märkte zu verlagern.

Während im Wirtschaftsjahr 2024/25 noch 629’000 Tonnen Zucker ausgeführt wurden, werden es 2025/26 wohl nur 505’000 Tonnen sein; dies wäre ein Rückgang um etwa 20 %.

Sonnenblumenöl als Devisenbringer

Rückblickend auf das Jahr 2025 stellt das Ministerium fest, dass erneut Sonnenblumenöl die meisten Devisen in die Kassen der Exporteure spülte; eingenommen wurden durch die Exporte 5,21 Mrd. $ (rund 4,70 Mrd. Franken) beziehungsweise 4,43 Mrd. Euro (rund 4,25 Mrd. Franken). Damit platzierte sich die Ukraine im Welthandel mit Sonnenblumenöl auf Platz zwei.

Mit deutlichem Abstand folgte Mais mit Exporterlösen von insgesamt 3,90 Mrd. $ (rund 3,52 Mrd. Franken) beziehungsweise 3,31 Mrd. Euro (rund 3,17 Mrd. Franken). Platz drei belegte Weizen mit 2,98 Mrd. $ (rund 2,69 Mrd. Franken) beziehungsweise 2,54 Mrd. Euro (rund 2,43 Mrd. Franken). Dahinter folgten Sojabohnen mit 1,33 Mrd. $ (rund 1,20 Mrd. Franken) beziehungsweise 1,13 Mrd. Euro (rund 1,08 Mrd. Franken). An der Ausfuhr von Raps verdiente die Ukraine 886 Mio. $ (rund 800 Mio. Franken) beziehungsweise 752 Mio. Euro (rund 720 Mio. Franken). 

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