Vertrauen in Wirtschaft schwindet

Das Vertrauen in die Schweizer Wirtschaft ist von April bis Juni wieder gesunken. Das zeigt der Reputationsindex Schweizer Wirtschaft (SERX). Damit setzt sich der seit Ende 2017 anhaltende Abwärtstrend fort.

Das Vertrauen in die Schweizer Wirtschaft ist von April bis Juni wieder gesunken. Das zeigt der Reputationsindex Schweizer Wirtschaft (SERX). Damit setzt sich der seit Ende 2017 anhaltende Abwärtstrend fort.

Konkret resultiert für die hiesige Gesamtwirtschaft ein Index-Wert von 90,4 Punkten, gegenüber dem Ende des Vorquartals ein Minus von 0,7 Indexpunkten. Die dem SERX zu Grunde liegenden Daten speisen sich aus Bewertungen der untersuchten Medienberichterstattung.

Der daraus berechnete Basis-Index ist auf Anfang 2008 (Indexwert=100) indexiert. Aktuell resultiert für die hiesige Gesamtwirtschaft ein Wert von 90,4 Punkten, gegenüber dem Ende des Vorquartals ein Minus von 0,7 Indexpunkten.

Zudem habe sich der Graben zwischen der Reputation des Wirtschaftsstandorts Schweiz und der Börsenentwicklung weiter geöffnet, schrieben die Studienautoren des Basler Beratungsunternehmens Commslab. Während der Swiss Market Index (SMI) im Juni ein Allzeithoch verzeichnete, liege der SERX mittlerweile deutlich unter dem Höchststand von Februar 2007, hiess es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Detailhandel belastet

Hauptgrund für die negative Entwicklung sei, dass sich die Wahrnehmung der realwirtschaftlichen Unternehmen gegenüber dem Vorquartal deutlich verschlechtert habe. Verantwortlich dafür wiederum sei in erster Linie der Detailhandel. Einzelne Unternehmen aus diesem Sektor kämpften aktuell mit Sparprogrammen und strategischen Fragen, hiess es dazu.

Demgegenüber schlage sich die Finanzwirtschaft nach zwei Quartalen mit erheblichen Reputationsverlusten aktuell wieder besser. Neben Erholungstendenzen bei den Banken profitiere der Schweizer Finanzsektor dabei weiterhin von der unverändert soliden Versicherungsbranche. Das öffentliche Klima insbesondere gegenüber den globalen Banken bleibe aber weiterhin stark belastet.

Für die Studie wertet Commslab in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich (fög) für jedes Quartal rund 4'000 reputationsrelevante Medienbeiträge aus. Untersucht werden dabei 140 Unternehmen aus 18 Branchen.

 

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