Der Schweizer Bauernverband hat im Rahmen einer Studie die die Vorsorgesituation der Schweizer Bauernfamilien analysiert. Fazit: Im Alter stehen viele besser da, als bei einem Todes- oder Invaliditätsfall.
Nicht weniger als 2700 Landwirtinnen und Landwirte haben 2014 an der Umfrage teilgenommen. Gemäss einem Communiqué des Schweizer Bauernverbandes (SBV) war das Ziel herauszufinden, wie gut die Bauernfamilien für das Alter sowie die Risiken Invalidität und Todesfall abgesichert sind. Unter Vorsorge ist nicht nur der Abschluss einer Versicherung gemeint. Wichtig für die Landwirte ist der Aufbau eines funktionierenden und finanziell gesunden Betriebes, heisst es weiter.
Die Studie offenbart grosse Unterschiede. Weniger als 1 Prozent der bäuerlichen Familien haben das Existenzminimum im Alter nicht abgesichert. Auch dank den Grundleistungen der AHV (1. Säule) scheine die Altersvorsorge unproblematisch, schreibt der SBV.
Weniger erfreulich sind die Resultate, wenn der Betriebsleiter oder der Partner sterben oder invalid werden sollte. Je nach Bedürfnissen und Situation bestehen bei einem Viertel bis einem Drittel der Betriebe Vorsorgelücken, um das Existenzminimum zu garantieren. Der Bedarf gemäss Privatverbrauch aus der Buchhaltung ist bei 48 bis 74 Prozent der bäuerlichen Familien nicht abgedeckt, mahnt der SBV.
Weiter zeigt die Studie Gründe für die Vorsorgelücken: Die meisten betroffenen Betriebe können es sich nicht leisten, diese Lücken zu schliessen. Deshalb komme der Verbesserung der bäuerlichen Einkommen erste Priorität zu, um die Vorsorgesituation der Bauernfamilien für die Risiken Tod und Invalidität zu verbessern, so der SBV Weiter wird ein „gezielter Ausbau“ der Versicherungsberatung vorgeschlagen.
Die detaillierten Resultate finden Sie hier