
Gemäss dem aktuellen Welternährungsbericht SOFI 2026 waren im Jahr 2025 rund 2,1 Milliarden Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen, davon litten 645 Millionen Menschen an Hunger. Kampagne 2026 stelle das Recht auf Saatgut als Grundlage des Rechts auf Nahrung in den Fokus.
Fastenaktion/HEKS
Der Welternährungstag rückt die Ernährungssicherheit weltweit in den Fokus. Gemäss dem aktuellen Welternährungsbericht SOFI 2026 waren im Jahr 2025 rund 2,1 Milliarden Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen, davon litten 645 Millionen Menschen an Hunger.
Nach Einschätzung des SBV dürfte das UNO-Ziel «Zero Hunger» bis 2030 nicht erreicht werden.
Sinkender Selbstversorgungsgrad in der Schweiz
Nach Angaben des Bauernverbands ist auch die Lebensmittelversorgung in der Schweiz keine Selbstverständlichkeit. Die Schweiz decke derzeit rund die Hälfte ihres Lebensmittelbedarfs mit einheimischer Produktion. Gleichzeitig sinke der Selbstversorgungsgrad seit Jahren.
Als weitere Herausforderungen nennt der SBV geopolitische Spannungen, Konflikte, den Klimawandel sowie extreme Wetterereignisse, die sowohl die landwirtschaftliche Produktion als auch internationale Lieferketten beeinträchtigen könnten.
Forderungen an die Agrarpolitik
Mit Blick auf die Agrarpolitik ab 2030 fordert der Bauernverband Rahmenbedingungen, welche die Produktionsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft stärken. Die Betriebe benötigten unternehmerischen Handlungsspielraum, Planungssicherheit sowie wirtschaftliche Perspektiven, um investieren zu können. Zudem spricht sich der Verband gegen Kürzungen der finanziellen Mittel für die Landwirtschaft aus.
Er verweist darauf, dass die jährlichen Bundesmittel seit rund 20 Jahren bei etwa 3,6 Milliarden Franken liegen, während Anforderungen und Produktionskosten gestiegen seien. Nach Ansicht des SBV sind ausreichende finanzielle Mittel eine Voraussetzung, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten.