Wieder 1360 Betriebe weniger

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft setzt sich unvermindert fort. Gemäss den jüngsten Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hat die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe im Jahr 2013 weiter abgenommen und belief sich noch auf 55'207 Einheiten (-2,4%). Stabil blieb die landwirtschaftliche Nutzfläche. Rückläufig ist die Anzahl Beschäftigten

Der Strukturwandel in der Landwirtschaft setzt sich unvermindert fort. Gemäss den jüngsten Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik (BFS) hat die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe im Jahr 2013 weiter abgenommen und belief sich noch auf 55'207 Einheiten (-2,4%). Stabil blieb die landwirtschaftliche Nutzfläche. Rückläufig ist die Anzahl Beschäftigten

Genau 1368 Betriebe (-2,4%) sind im vergangenen Jahr verschwunden. 2012 haben im Vergleich zu 2011 1043 Höfe (-1,8%) dichtgemacht. Damit hat sich der Strukturwandel 2013 beschleunigt. Der Rückgang wurde vor allem bei Betrieben mit einer Grösse zwischen 5 und 20 ha (-4,1%) beobachtet, während die Betriebe mit einer Grösse von mehr als 30 ha um 2,5 Prozent zunahmen. In den zehn Jahren seit 2003 nahm die Zahl Bauernhöfe um fast 10'700 ab.

Grössere Betriebe - Mehr Biobetriebe

Die landwirtschaftliche Nutzfläche (LN) blieb mit 1,05 Millionen Hektaren vergleichbar mit dem Vorjahr. „Die Schliessung von Landwirtschaftsbetrieben ermöglichte die Vergrösserung der bestehenden Betriebe“, schreibt das BFS. Die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche eines Betriebs beläuft sich nun auf 19 ha, während 2005 diese noch weniger als 17 ha betragen hat. 

Erneut zugelegt haben 2013 nach den Zahlen des BFS die Bio-Betriebe, und zwar um 151 auf 6047. Ihre Zahl war nach einem Höchststand im Jahr 2005 mit 6420 Betrieben bis 2010 auf 5660 gesunken. Seither hat sich der Bestand wieder erholt. Flächenmässig erreichte die Bio-Landwirtschaft 2013 mit rund 128'000 Hektaren einen neuen Rekord.

71 Prozent der LN waren 2013 Grünflächen. Der Getreideanbau, die häufigste Anbauart auf offenem Ackerland, wurde auf 147'460 ha (14% der LN) betrieben. Mehr als die Hälfte davon war Brotgetreide.

Weniger Beschäftigte

98 Prozent der schweizerischen Landwirtschaftsbetriebe sind gemäss den Daten des BFS Familienbetriebe. Familienmitglieder machten 81 Prozent aller in der Landwirtschaft Beschäftigten aus. Mit der tieferen Anzahl Betriebe hat auch die Anzahl Beschäftigte abgenommen. Im Landwirtschaftssektor waren 2013 noch 158'919 Personen beschäftigt. Dies entspricht einem Rückgang von 1,9 Prozent.

Der Anteil der familienfremden Arbeitskräfte nahm gegenüber den gesamten Beschäftigten leicht zu. Während die weiblichen Beschäftigen 37 Prozent des Totals ausmachten, arbeiteten mehr als zwei Drittel der Frauen Teilzeit (67%). Sie repräsentieren jedoch nur 5 Prozent aller Betriebsleitenden, schreibt das BFS.

Immer mehr Hühner

In der Schweiz leben immer mehr Hühner. Im Jahr 2013 hat der Geflügelbestand die 10-Millionen-Grenze überschritten (+1,2%) und bestätigt damit den seit den 1990er-Jahren beobachteten Trend. Die Anzahl Betriebe ist aber gesunken. Damit gibt es weniger, aber dafür grössere Betriebe.

In allen übrigen Nutztiergattungen wurde ein Rückgang beobachtet. Der Bestand an Rinder reduzierte sich um 0,5 Prozent auf 1,557 Millionen Tiere. Der Rückgang bei den Kühen fällt mit 0,8 Prozent höher aus. 2013 lebten gemäss Statistik noch 586‘609 Milchkühe im Land. Die Konzentration der landwirtschaftlichen Produktion bewirkte, dass die Anzahl der Milchbetriebe um 2,3 Prozent gesunken ist.

Deutlich abgenommen hat der Schweinebestand. Dieser reduzierte sich im Vergleich zu 2012 um 3,8 Prozent auf 1,484 Millionen Tiere. Die Anzahl Produzenten sank massiv. Noch 7277 Betriebe hielten Schweine, das waren knapp 500 Betriebe weniger als 2012. Rückläufig sind auch die Anzahl Schafe und Ziegen. Hier beträgt das Minus -1,9 respektive -0,2 Prozent.

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