AP22+: 5 Punkte für mehr Tierwohl

Agrarpolitik 22+: Der Schweizer Tierschutz (STS), Kagfreiland und Mutterkuh Schweiz fordern einen Ausbau von Tierwohlprogrammen und ein „Freilandhaltungsland Schweiz“.

Agrarpolitik 22+: Der Schweizer Tierschutz (STS), Kagfreiland und Mutterkuh Schweiz fordern einen Ausbau von Tierwohlprogrammen und ein „Freilandhaltungsland Schweiz“.

Laut einer Medienmitteilung der drei Organisationen gehört tierfreundliche Haltung zu den wichtigsten Anliegen der Schweizer Bevölkerung an der Landwirtschaft. Trotzdem spiele das Tierwohl in der bundesrätlichen Strategie für die AP 22+ bloss eine untergeordnete Rolle. Die drei Organisationen verlangen deshalb eine deutliche Korrektur und präsentieren einen fünf Punkte umfassenden Massnahmeplan:

  • Stärkung der Tierwohlprogrammen Besonders tierfreundliche Stallhaltung (BTS) und RAUS sowie Einführung eines dritten Programms, das Projekte wie Zweinutzungsrassen oder Mutterkuhhaltung gezielt unterstützt. Dieses Programm soll "wegweisende und marktfähige Projekte wie Zweinutzungsrassen bei Hühnern, Mutterkuhhaltung oder muttergebundene Kälberaufzucht" gezielt unterstützen.

  • Höhere Förderungsbeiträge für BTS und RAUS: Eine artgemässe Haltung der Nutztiere in einer bäuerlich geprägten, standortangepassten Landwirtschaft wird in der Kombination von RAUS und BTS angestrebt, halten STS, Kagfreiland und Mutterkuh Schweiz fest. Der Ausbau des Tierwohls mit dem Ziel «Freilandhaltungsland Schweiz» verlangt deutlich höhere Beiträge für RAUS und für BTS.

  • Herdengrössen sollen sinnvoll limitiert werden: Die drei Organisationen lehnen nicht nur eine Aufweichung der Tier-Höchstbestandesgrenze pro Betrieb ab, sondern verlangen zusätzlich eine sinnvolle Limitierung der Herdengrössen.

  • Tierzucht soll auf ethischen Grundsätzen basiert sein, und die Gesundheit und Widerstandsfähigkeit der Tiere sollen an erster Stelle stehen.

  • Bei Importen tierischer Herkunft sollen der Schweizer Gesetzgebung gleichwertige Qualitätsstandards eingeführt werden. Damit soll die Produktion nicht ins Ausland verlagert und der Schweizer Markt nicht mit Produkten aus tierquälerischer ausländischer Billigproduktion überschwemmt werden, halten die drei Organisationen fest.

 

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