Die Schweizer Agrarpolitik (AP) wird regelmässig überprüft und angepasst. Aktuell läuft die Revisionsrunde AP30+, die auf die Zeit nach 2030 abzielt. Badertscher und Ritter engagieren sich beide stark in diesem Prozess.
Trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeiten stimmen sie in den meisten zentralen Fragen überein, etwa beim Ziel, eine nachhaltige und gleichzeitig praktikable Agrarpolitik zu fördern, heisst es auf der Homepage von Bioaktuell.
Unterschiedliche Rollen und Schwerpunkte
Markus Ritter ist Landwirt und Präsident des Schweizer Bauernverbands. Er legt den Fokus auf die Sicherung der Einkommen der Bauern durch Direktzahlungen und günstige Marktbedingungen.
Christine Badertscher ist Agronomin, Präsidentin eines regionalen Bauernverbands und vor allem in der Aussenpolitik aktiv. Sie verfolgt die Agrarpolitik aus einer nachhaltigen und pragmatischen Perspektive.
Konkrete Differenzen
Nicht in allen Punkten herrscht Einigkeit. So diskutieren die beiden unterschiedliche Positionen zu Lenkungsabgaben im Kraftfutter-Bereich, die das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) prüft.
Ihre gemeinsame Bio-DNA scheint jedoch ein Grund für die grosse Übereinstimmung zu sein, heisst es auf der Homepage. Ritter betont, dass er seine biologische Ausrichtung nicht politisch instrumentalisiert – ein Aspekt, den beide im Podcast ausführlich erläutern.
