Alp: Vermisste Tiere mit Drohnen suchen

Vermisste Nutztiere auf den Alpen sollen künftig schneller gefunden werden. Dazu wird das Pilotprojekt zur Drohnensuche auch im Alpsommer 2026 weitergeführt. Die Anmeldung ist unkompliziert. Ein Teil der Kosten wird übernommen.

pd/ome |

Das Pilotprojekt des Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verbands (SAV) in Zusammenarbeit mit der Rehkitzrettung Schweiz (RKRS) und Agroscope wird im Alpsommer 2026 fortgesetzt. Älplerinnen und Älpler, die Tiere vermissen, können über die SAV-Geschäftsstelle einen Drohnenpiloten der RKRS anfordern. Dieser unterstützt sie bei der Suche. Dies teilen der SAV und die RKRS in einer gemeinsamen Mitteilung mit.

Ab dem 22. Juni verfügbar

Auf den oft weitläufigen Alpweiden in topografisch anspruchsvollem Gelände kommt es immer wieder vor, dass sich Tiere von der Herde entfernen, sich verirren oder verunfallen. Die Suche nach den vermissten Tieren ist häufig sehr zeitaufwendig und erfordert viel Personal. «Drohnen können bei dieser Suche wertvolle Hilfe sein», teilen die Organisationen mit.

Ab dem 22. Juni steht das Angebot den Alpen erneut zur Verfügung. Zum Einsatz kommen speziell geschulte Drohnenpiloten des RKRS+-Programms. Sie verfügen über eine Zusatzausbildung für die Tiersuche und sind mit moderner Technik ausgerüstet.

Einfache Anmeldung und rasche Kontaktaufnahme

Alpverantwortliche können ihre Anfrage rund um die Uhr per SMS oder während der Bürozeiten telefonisch bei der SAV-Geschäftsstelle melden (unten ist dazu ein Merkblatt verlinkt). Der SAV leitet die Anfrage anschliessend an die RKRS weiter. «Innerhalb von maximal 24 Stunden nimmt der zuständige Drohnenpilot Kontakt mit den Verantwortlichen auf der Alp auf, um die Situation zu besprechen», heisst es in der Mitteilung.

Gemeinsam beurteilen sie, ob ein Einsatz sinnvoll und durchführbar ist. Die Erfolgschancen seien dabei am grössten, wenn die Suche möglichst kurz nach dem Verschwinden der Tiere beginnt und das Suchgebiet eingegrenzt werden kann. Zur wissenschaftlichen Begleitung des Projekts wertet Agroscope die Einsätze aus.

Kosten und Rahmenbedingungen

Für einen Einsatz entrichten die Alpverantwortlichen eine Pauschale von 150 Franken sowie Wegspesen von 70 Rappen pro Kilometer für den Drohnenpiloten. Die übrigen Kosten werden vom SAV, der RKRS und den Drohnenpiloten gemeinsam getragen.

Aus organisatorischen Gründen ist das Angebot vorerst auf die Deutschschweiz beschränkt. Nicht angeboten werden Einsätze zur Suche nach Tieren, die im Zusammenhang mit einem Wolfsangriff vermisst werden. «In diesen Fällen ist die kantonale Wildhut für die Suche zuständig», heisst es in der Mitteilung.  

-> Hier finden Sie dazu ein Merkblatt mit detaillierten Informationen.

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