Energie auf dem Hof nutzen, speichern und vermarkten

Die Landwirtschaft kann bei der Energiewende eine wichtige Rolle übernehmen – von der Produktion erneuerbarer Energie bis zur effizienten Nutzung und Speicherung von Strom. Mit diesen Themen beschäftigt sich die AgroCleanTech-Tagung, die am 9. Juni an der BFH-HAFL in Zollikofen stattfindet.

mgt/ats |

An der Tagung diskutieren Fachpersonen aus Forschung, Praxis, Verbänden und Verwaltung über neue Lösungen und wirtschaftliche Perspektiven für landwirtschaftliche Betriebe, heisst es in einer Mitteilung. Organisiert wird die Veranstaltung vom Verein AgroCleanTech. Im Vorfeld findet zudem die Generalversammlung des Vereins statt.

Das Programm ist in drei thematische Schwerpunkte gegliedert: erneuerbare Energien, Energieeffizienz sowie neue wirtschaftliche Möglichkeiten für die Landwirtschaft.

Was ist AgroCleanTech?

AgroCleanTech bietet eine umfassende Plattform für die Wissensvermittlung rund um die Themen Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Klimaschutz in der Landwirtschaft.

Der Verein unterstützt dabei, Energie effizient zu nutzen, erneuerbare Energien zu produzieren und damit neue wirtschaftliche Perspektiven zu erschliessen.

Durch Information und Vernetzung fördert AgroCleanTech praxisnahe Lösungen für eine nachhaltige und zukunftsfähige Landwirtschaft.

Windenergie und kombinierte Systeme

Im ersten Themenblock steht die Windenergie im Zentrum. Saskia Bourgeois vom Bundesamt für Energie spricht über die Bedeutung der Windkraft für die Schweizer Energieversorgung. Frido Stutz von der NewGreenTec Int. AG präsentiert Lösungen mit Kleinwindanlagen und kombinierten Wind-Solar-Systemen für landwirtschaftliche Betriebe.

Dabei soll aufgezeigt werden, wie auch bei wechselhaften Wetterbedingungen eine kontinuierliche Produktion von Ökostrom möglich ist.

Speicherung und Vermarktung von Energie

Der zweite Teil der Tagung widmet sich der Nutzung, Speicherung und Vermarktung von Energie. Maja Schoch von Swissolar stellt Speichersysteme zur Optimierung des Eigenverbrauchs vor.

Raphael Heini vom Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband erläutert, wie Verbände Landwirtinnen und Landwirte bei der Umsetzung von Energieprojekten unterstützen können. Ergänzt werden die Fachreferate durch Praxisbeispiele von Marc Keller von Keller AGRAR, der über Erfahrungen mit Stromproduktion, Einspeisung und Eigenverbrauch auf dem eigenen Betrieb berichtet.

Einblicke in Forschung und Praxis

Zum Abschluss erhalten die Teilnehmenden die Möglichkeit, die Biomasse-Labore sowie die agriPV-Forschung der BFH-HAFL im Rahmen einer Besichtigung kennenzulernen.

Die Veranstalter sehen die Tagung als Plattform für den Austausch zwischen Praxis und Forschung und als Beitrag zu einer nachhaltigen Energiezukunft in der Landwirtschaft.

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