
Derzeit erhalten die Landwirte in Frankreich den Regierungsangaben zufolge «an der Zapfsäule» eine Beihilfe von 15 Cent (14 Rappen) pro Liter.
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Die französischen Landwirte dürfen darauf hoffen, noch bis Ende Jahr staatliche Unterstützung zur Abfederung der hohen Kraftstoffkosten zu erhalten.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Premierminister Sébastien Lecornu die zuständigen Minister aufgefordert, die vor dem Hintergrund des Irankrieges eingeführten Zuschüsse erst nach dem 31. Dezember abzuschaffen. Erst Anfang des Monats hatte die Regierung angekündigt, das Hilfsprogramm bis Ende Oktober fortzuführen.
Landwirte und Fischer werden unterstützt
Derzeit erhalten die Landwirte in Frankreich den Regierungsangaben zufolge «an der Zapfsäule» eine Beihilfe von 15 Cent (14 Rappen) pro Liter. In der Staatskasse soll dies mit 55 Mio. Euro (51 Mio. Franken) pro Monat zu Buche schlagen. Unter die Arme greift der Steuerzahler auch den Fischern. Sie erhalten 25 Cent (24 Rappen) pro Liter Kraftstoff.
Ebenfalls unterstützt wird die Baubranche, und zwar mit 20 Cent (19 Rappen) pro Liter. Für die Fischer stellt der Staat nach eigenen Angaben damit monatlich geschätzte 6 Mio. Euro (5,6 Mio. Franken) bereit, bei den Bauunternehmen sollen es 8 Mio. Euro (7,4 Mio. Franken) sein. Ausgelaufen ist die Kraftstoffbeihilfe für den Transportsektor; laut Regierung werden die Mehrkosten mittlerweile an die Kunden weitergegeben.
Neue Bauernproteste erhöhen den Druck
Wie aus Lecornus Umfeld zu hören ist, soll die Verlängerung den Unternehmen Planungssicherheit verschaffen. Zumindest in Bezug auf die Landwirtschaft ist allerdings nicht vollständig auszuschliessen, dass auch andere Erwägungen eine Rolle gespielt haben: Medienberichten zufolge hat es in den zurückliegenden Tagen in mehr als zehn Départements erneut Proteste gegeben.
Organisiert wurden die Aktionen vorwiegend vom französischen Bauernverband (FNSEA) und der Organisation der Junglandwirte (JA). Nicht nur diese beiden Verbände sind äusserst unzufrieden mit dem Hilfspaket, mit dem Paris den Auswirkungen von Hitze und Dürre begegnen will.