Förderung für Junglandwirte: Empfehlungen allein reichen nicht

Der Präsident der Junglandwirte in Europa fordert eine verbindliche finanzielle Unterstützung für junge Landwirte in der EU. Allein Empfehlungen der EU-Kommission genügten nicht, um den Generationenwechsel in der Landwirtschaft nachhaltig zu fördern.

AgE |

Der Präsident des Rates der Europäischen Junglandwirte (CEJA), Peter Meedendorp, sieht noch Nachbesserungsbedarf an der Junglandwirtestrategie der EU-Kommission. Im Interview mit AGRA Europe kritisiert der Niederländer, dass die Brüsseler Behörde den Mitgliedstaaten lediglich empfehlen wolle, 6 % ihrer Gelder aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für den Generationenwechsel bereitzustellen. Gegenüber der aktuellen Situation sei dies ein Rückschritt.

Nachbesserungsbedarf bei EU-Junglandwirtestrategie

Bekanntlich müssen die Mitgliedstaaten in der aktuellen GAP zwar nur 3 % ihrer EU-Mittel für Jungbauern unter 40 Jahren bereitstellen. Meedendorp betont jedoch, dass dieser Anteil verpflichtend sei. Hinzu komme, dass die Mitgliedstaaten nach 2027 aller Voraussicht nach im Fonds für nationale und regionale Partnerschaften (NRP) sehr viel mehr Aufgaben mit deutlich weniger Geld erfüllen müssten.

Der CEJA-Präsident bezeichnet dies als «sehr schlechtes Zeichen für den Investitionssektor». «Wir haben bereits von verschiedenen Finanzinstitutionen gehört, dass sie es nicht gutheissen, dass die Kommission klare Zusagen zur finanziellen Unterstützung vermeidet.»

Positives Signal, aber Herausforderungen bleiben

Positiv wertet Meedendorp hingegen, dass sich überhaupt etwas tue. Sein Verband fordere seit über einem Jahrzehnt die Vorlage einer Strategie auf europäischer Ebene. Zudem erinnere er daran, dass auch der strategische Dialog eine entsprechende Strategie gefordert habe. «Wir begrüssen es, dass die Probleme, genügend junge Menschen für die Landwirtschaft zu gewinnen, klar benannt werden.»

Die Hürden für Junglandwirte sieht Meedendorp unter anderem beim Zugang zu Land, Finanzierung und Wissen, aber auch bei Einkommen und Bürokratie. Zumindest bei der Ansprache der Probleme bewertet er die Strategie trotz Redundanzen als «sehr treffend».

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