«Hof-Zukunft gestalten»: Eine Chance für junge Betriebsleitende

Das dreijährige Praxis-Mentoring «Hof-Zukunft gestalten» unterstützt fünf Junglandwirtinnen oder Junglandwirte beim Einstieg in die regenerative Landwirtschaft. Ziel ist es, Humus aufzubauen und die Widerstandskraft zu stärken. Bewerbungen für das Programm sind bis Ende August möglich.

pd/ome |

Eine Hofübernahme bietet jungen Betriebsleitenden grosse Chancen. Gleichzeitig stellt sie sie vor die Herausforderung, den Betrieb zukunftsfähig aufzustellen. Das neue Praxisprogramm «Hof-Zukunft gestalten» des Vereins Agricultura Regeneratio unterstützt junge Betriebsleitende beim Einstieg in die regenerative Landwirtschaft.

Wie der Verein informiert, werden mit diesem Programm fünf ausgewählte Jungbetriebe intensiv dabei begleitet, Humus aufzubauen, externe Inputs zu reduzieren und die betriebliche Widerstandskraft praxisnah und messbar zu stärken. Interessierte Betriebe können sich bis zum 31. August 2026 bewerben.

Begleitung durch Fachleute

Das Praxisprogramm «Hof-Zukunft gestalten» richtet sich an junge Landwirtinnen und Landwirte aller Produktionsrichtungen, die maximal drei Jahre nach ihrem Betriebsantritt sind. Es bietet den jungen Betriebsleitenden eine dreijährige kostenlose Begleitung durch erfahrene Fachleute und Coaches.

Agricultura Regeneratio

Der Verein Agricultura Regeneratio fördert die Weiterentwicklung und praktische Verbreitung der regenerativen Landwirtschaft. Er setzt sich für nachhaltige Landwirtschaft und ökologische Regeneration ein. Im Fokus stehen Bodengesundheit, Biodiversität und klimaresiliente Anbaumethoden. Durch Bildungsarbeit, Projekte und Kooperationen fördert der Verein den Austausch von Wissen und unterstützt Landwirte bei der Umstellung auf regenerative Praktiken.

«Im Zentrum steht die massgeschneiderte Begleitung auf dem eigenen Betrieb», so der Verein. Nach einer gründlichen Analyse der Ausgangslage erstellt jeder der fünf ausgewählten Höfe einen individuellen Umsetzungsplan. Gefördert wird das Programm durch die Stiftung SAM (Stiftung für Agnostizismus und Meritokratie, Zug).

-> Was regenerative Landwirtschaft ist

-> Regenerativ – aber nicht losgelöst von der Realität

Kostenlose Teilnahme

Mindestens vier Betriebsbesuche pro Jahr, gemeinsame Workshops und ein intensiver Erfahrungsaustausch stellen sicher, dass die Prinzipien der regenerativen Landwirtschaft praxistauglich in den Alltag integriert werden. Dazu gehören eine reduzierte Bodenbearbeitung, eine stetige Bodenbedeckung, vielfältige Fruchtfolgen und die Integration von Tieren. Die Teilnahme ist dank der Stiftungsträgerschaft kostenlos.

Neben ökologischen Zielen wie dem Humusaufbau und der Reduzierung von Dünger- und Pflanzenschutzmitteln stehen auch die wirtschaftliche und soziale Widerstandskraft im Fokus. Ein Ansatz hierfür sind alternative Vermarktungskonzepte.

-> Wie regenerativer Ackerbau Resilienz der Böden steigert

Anmeldung bis Ende August

Interessierte Junglandwirtinnen und Junglandwirte können sich bis zum 31. August 2026 für dieses Praxis-Mentoring anmelden. Es wird mit einem jährlichen Zeitaufwand von 20 bis 40 Stunden gerechnet. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Wirkung der Massnahmen wird jährlich über Boden- und Betriebsdaten erfasst und ausgewertet.

-> Hier gehts zur Anmeldung. 

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