
Viele Landwirte in Deutschland sorgen sich vor Einbrüchen in ihre Tierställe. (Symbolbild)
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Laut MIV sehen etwa 60 Prozent der befragten Milchbetriebe dieses Problem als sehr relevant beziehungsweise relevant an. Mehr als die Hälfte der Befragten habe das Gefühl, dass mögliche Stalleinbrüche ihre psychische Gesundheit beeinträchtigen. Dem Verband zufolge war bereits jeder 20. Tierhalter Opfer eines Einbruchs. 8 Prozent hätten von Sachbeschädigungen auf dem Betriebsgelände berichtet.
Um den Schutz der Tiere und ihres Betriebes zu erhöhen, greifen die Landwirte dem Verband zufolge auf verschiedene technische Hilfsmittel zurück. Neben Videokameras und Bewegungsmeldern setzten sie auf zusätzliche Beleuchtung, um die Sicherheit auf dem Betriebsgelände zu verbessern. Nur jeder dritte Landwirt verzichtete auf zusätzliche Schutzmassnahmen. Positiv wertet der MIV, dass die Milchbauern dennoch in der Mehrzahl ihre Betriebe für angemeldete Besucher offenhalten wollen.
Neben den Stalleinbrüchen belaste die Milcherzeuger auch die von ihnen als feindselig wahrgenommene Stimmung in der Gesellschaft gegenüber ihren Betrieben, so der MIV. Auf die Frage «Welche der folgenden Themen bereitet Ihnen Sorgen?» hätten fast zwei Drittel der Befragten «Angst vor öffentlichen Anfeindungen» genannt. Die grösste Sorge der Milchbauern sei allerdings der Milchpreis. Dieser sei von gut drei Vierteln der Landwirte erwähnt worden. Für fast die Hälfte sei die wirtschaftliche Situation eine Belastung, für etwa ein Viertel das Thema Betriebsnachfolge. Im Zuge der Erhebung wurden vom MIV mehr als 800 milchwirtschaftliche Betriebe befragt.