Strompreise sinken 2027 um rund 4 Prozent

Die Strompreise gehen 2027 leicht zurück. Laut der Elektrizitätskommission (Elcom) sinken die Tarife im Mittel um vier Prozent. Für einen typischen Haushalt fällt die Stromrechnung auf das Jahr gerechnet um 53 Franken tiefer aus. Doch es gibt regionale Unterschiede. Mehr dazu hier.

pd/sda |

Im Mittel bezahlt ein Haushalt mit einem Verbrauch von 4500 Kilowattstunden im Jahr im kommenden Jahr 26,45 Rappen pro Kilowattstunde. Das sind rund 1,2 Rappen weniger als 2026 und insgesamt 1194 Franken. Das gab die Eidgenössische Elektrizitätskommission (Elcom) am Dienstag bekannt.

Zurückgehen wird der Energietarif, während die Netzkosten und der Messtarif steigen. Für mittelgrosse Betriebe zeige sich ein ähnliches Bild, schrieb die Elcom. Die Stromtarife hätten sich auf einem hohen Niveau stabilisiert. Dass die Gesamttarife 2027 im Mittel leicht sinken, ist im Wesentlichen auf günstigere Energiepreise zurückzuführen: Durch das Auslaufen besonders teurer Beschaffungsverträge sinken bei vielen Versorgern auch 2027 die Energietarife.

«Der aktuell deutliche Preisanstieg im Grosshandelsmarkt in Folge des Iran-Kriegs ab März 2026 macht sich bei strukturierten Beschaffungen für das Tarifjahr 2027 kaum bemerkbar und wird sich je nach Entwicklung erst in folgenden Jahren auswirken», schreibt die Elcom.

Die Tarife 2027 der einzelnen Gemeinden und Verteilnetzbetreiber sind online abrufbar, auf der Strompreis-Webseite der Elcom. Per Ende August mussten die rund 580 Stromnetzbetreiber ihre Tarife für die Elektrizität ihrer Kundschaft und der Elcom bekanntgeben.

Schon für das laufende Jahr gingen die Stromtarife im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 Prozent zurück. 2025 hingegen hatte der Rückgang zehn Prozent betragen, nach teils grossen Preisanstiegen in den Jahren 2023 und 2024.

-> Wie viel der Strom in deiner Gemeinde kosten wird, findest du hier

 Beispiel für typischen Haushalt

Gemäss den Berechnungen der ElCom stellen sich die mittleren Stromtarife bzw. Tarifkomponenten (Medianwerte) für einen typischen Haushalt in der Schweiz mit einem Verbrauch von 4‘500 kWh (Verbrauchsprofil H4) wie folgt dar:

  • Der Gesamttarif beläuft sich auf 26.5 Rappen pro Kilowattstunde (Rp./kWh) – das sind rund 1.2 Rp./kWh weniger als 2026. Auf ein Jahr gerechnet, entspricht dies einer Stromrechnung von 1’194 Franken (- 53 Fr.).
  • Der Energietarif sinkt von 12.11 Rp./kWh auf 11.35 Rp./kWh (- 6.28 %).Der Netztarif steigt von 10.73 Rp./kWh auf 10.94 Rp./kWh.
  • Der Messtarif beläuft sich für einen Haushalt auf 78.48 CHF/Jahr (bzw. 1.74 Rp./kWh bei H4, 2026: 74.40 CHF/Jahr bzw. 1.65 Rp./kWh).
  • Der Netzzuschlag bleibt bei 2.3 Rp./kWh. Über das Übertragungsnetz werden ausserdem die Kosten für die sogenannte Stromreserve in Höhe von 0.17 Rp./kWh (Vorjahr: 0.41 Rp./kWh) sowie der Tarifzuschlag für solidarisierte Kosten in Höhe von 0.19 Rp./kWh (Vorjahr: 0.05 Rp./kWh) verrechnet. Die Abgaben und Leistungen an die Gemeinwesen bleiben stabil bei 1 Rp./kWh.

Bei den dargestellten Zahlen handelt es sich um Medianwerte. Tatsächlich aber variieren die Tarife innerhalb der Schweiz zwischen den Netzbetreibern zum Teil erheblich, was vor allem auf grosse Unterschiede bei der Energiebeschaffung (Anteil Eigenproduktion und Beschaffungsstrategie) zurückzuführen ist.

Kommentare (1)

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  • Müller w. | 08.09.2026
    Und bei den solaranlage Besitzern wird alles komplizierter, um zu verschleiern das der Strom möglichst billig abzunehmen ist. Im Prinzip wird er gestohlen.
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