Im vergangenen Jahr wurden Photovoltaik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1280 Megawatt (MW) verkauft, wie der am Donnerstag veröffentlichten Statistik zur Sonnenenergie des Bundesamts für Energie zu entnehmen war. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang von 29,3 Prozent.
14 Prozent des Stromverbrauchs
Weil von einer Verzögerung zwischen Verkauf und Installation ausgegangen wird, betrug der Rückgang bei der Neuinstallation rund 26 Prozent. Die gesamthaft installierte Leistung aller Photovoltaik-Anlagen in der Schweiz erhöhte sich um 16,3 Prozent auf 9499 MW. Die Stromproduktion aus Sonnenenergie stieg um einen Drittel auf fast acht Terawattstunden. Dieser Wert entsprach 13,7 Prozent des gesamten Strom-Endverbrauchs in der Schweiz im Jahr 2025. Solarstrom lieferte damit den grössten Teil der gesamten Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) von 10,3 TWh. Für diese Technologien wurde im Rahmen der Energiestrategie eine Produktion von 11,4 TWh im Jahr 2035 angestrebt. Dieses Zwischenziel wird bereits im laufenden Jahr erreicht.
Bei den elektrischen Energiespeichern gab es einen starken Aufwärtstrend. Verkäufe und Installationen von Heimspeichern, meist sogenannte Lithium-Ionen-Systeme, nahmen laut der Erhebung um über 70 Prozent (490 Megawattstunden (MWh) zu. Somit waren per Ende 2025 mehr als 93'000 Batteriespeichersysteme installiert, ein Plus von 42 % gegenüber 2024. Die gesamte installierte Kapazität lag Ende 2025 bei 1380 MWh, womit der Tagesverbrauch von rund 140'000 Haushalten gedeckt werden könnte.
Batteriespeicher sind ein zentrales Element der nächsten Phase des Photovoltaik-Ausbaus. «Sie machen Solarstrom rund um die Uhr verfügbar, auch in der Nacht und bei schlechtem Wetter», schreibt Swissolar.
Swissolar fordert Tempo
Erhoben hat die Daten der Branchenverband Swissolar im Auftrag des Bundes. Er wertet den abnehmenden Photovoltaik-Ausbau laut einem Communiqué als «Indiz für den Wandel im Strommarkt und die Verunsicherung in Sachen Energie- und Strompolitik des Bundes».

Für das laufende Jahr erwartet der Verband Swisssolar eine Stabilisierung der Neuinstallationen.
Quelle: BFE 2025: Statistik Sonnenenergie / Screenshot Swisssolar.ch
Die rasante Zunahme der Solarstromproduktion in den vergangenen Jahren habe zu deutlichen Verschiebungen am Strommarkt geführt – mit tiefen Preisen über Mittag im Sommer und höheren Preisen morgens, abends und im Winter. Umso wichtiger sei der lokal gespeicherte und verbrauchte Strom. Swissolar fordert Netzbetreiber deshalb auf, mit dynamischen Tarifen Anreize zu schaffen.
Für das laufende Jahr erwartet der Verband eine Stabilisierung der Neuinstallationen. Solarstrom dürfte ihm zufolge knapp 17 Prozent des Strom-Endverbrauchs decken, und der Boom bei den Batteriespeichern dürfte anhalten.
-> Hier können Sie die «Statistik Sonnenenergie 2025» nachlesen.
