Weidezäune richtig vorbereiten

Mit dem Start der Vegetations- und Weidesaison rückt die Kontrolle der Zaunanlagen in den Fokus. Nur fachgerecht installierte und regelmässig gewartete Zäune gewährleisten die sichere Tierhaltung und schützen gleichzeitig vor unerwünschten Eindringlingen.

Zäune müssen in Bauweise und Dimension stets auf die gehaltene Tierart abgestimmt sein. Zu Beginn der Saison ist zu prüfen, ob bestehende Anlagen den aktuellen Anforderungen noch entsprechen oder durch moderne Weidesysteme ersetzt werden sollten, teilt die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) mit.

Veraltete oder ungeeignete Konstruktionen können die Sicherheit beeinträchtigen und erhöhen den Unterhaltsaufwand.

Technische Sicherheit gewährleisten

Ein Schwerpunkt liegt auf der technischen Kontrolle. Zaunpfosten sind auf Stabilität zu prüfen, beschädigte oder morsche Elemente zu ersetzen. Ebenso müssen Isolatoren, Drahtverbindungen und Spannungen kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden.

Freigeschnittene Zaunlinien verhindern Energieverluste durch Bewuchs. Die Funktionsfähigkeit von stationären und mobilen Geräten sowie die Spannung auf der Leitung sollten mit geeigneten Messgeräten überprüft werden. Auch Tore und Durchgänge sind hinsichtlich zuverlässiger Schliessmechanismen zu kontrollieren.

Organisatorische Massnahmen umsetzen

Neben der Technik spielt die Organisation eine zentrale Rolle. Für Weideaustriebe über öffentliche Strassen sind geeignete Absperrmaterialien bereitzustellen.

Warnhinweise, etwa für Elektroanlagen oder mitlaufende Stiere, erhöhen die Sicherheit für Dritte. Eine Risikobeurteilung der Weideflächen hilft, potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen und geeignete Massnahmen umzusetzen.

Brandschutz berücksichtigen

Fest installierte Zaungeräte sollten auf feuerfestem Untergrund montiert werden. Leitungen entlang von Gebäuden sind in feuerfesten Rohren zu führen, um Brandrisiken zu minimieren.

Die häufigste Fehlerquelle bei Elektrozaunanlagen liegt in der ungenügenden Erdung. Eine regelmässige Überprüfung ist daher unerlässlich. Messungen der Spannung sowie gezielte Tests mittels Kurzschluss geben Aufschluss über die Qualität der Erdung. Bei unzureichenden Werten sind zusätzliche Erdungspfähle oder Verbesserungen mit geeigneten Materialien erforderlich.

Typische Fehlerquellen erkennen

Neben der Erdung beeinträchtigen auch schlecht leitende Drähte oder mangelhafte Verbindungen die Leistung. Korrosionsfreie, fest verschraubte Übergänge sind entscheidend. Beschädigte Litzen, Knoten oder Funkenbildung weisen auf Probleme hin und sollten umgehend behoben werden.

Eine sorgfältige Frühjahrswartung stellt sicher, dass Zaunanlagen ihre Schutzfunktion zuverlässig erfüllen und ein sicherer Weidebetrieb gewährleistet ist.

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